Anlegerhaftung

Immer mehr geschlossene Fonds sind in letzter Zeit in finanzielle Nöte geraten und standen vor der Wahl zwischen Sanierung oder Insolvenz. Zu den wohl bekanntesten geschlossenen Fonds gehören Schiffsfonds, Flottenfonds, Medienfonds, Gamefonds, Immobilienfonds und Flugzeugfonds. Bei dieser Art der Kapitalanlage handelt es sich um eine unternehmerische Beteiligung, bei der der Anleger in der Regel Mitgesellschafter der Fondsgesellschaft wird. Dadurch geht man als Anleger mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Fondsgesellschaft verbundene Chancen aber auch Risiken ein. Die Insolvenz eines solchen geschlossenen Fonds kann dabei zu dem Totalverlust der zu Beginn geleisteten Einlage führen.

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen eines geschlossenen Fonds ist jedoch nicht zwangsläufig das Ende der finanziellen Einbußen der betroffenen Anleger verbunden. Ein Fondsanleger kann gegebenenfalls nicht nur mit seiner Einlage, sondern nach den gesetzlichen Vorschriften oder vertraglichen Bestimmungen unter Umständen noch darüber hinaus mit seinem Privatvermögen haften. Dies hängt insbesondere von der Gesellschaftsform des jeweiligen Fonds ab. Es kann schlimmstenfalls zu hohen Nachzahlungsverpflichtungen kommen.

Bei der Zeichnung eines Fonds kann - abhängig von der jeweiligen Rechtsform der Fondsgesellschaft - eine unbegrenzte Nachschusspflicht der Anleger in Betracht kommen.

In einigen Fällen haften die Anleger eines geschlossenen Fonds lediglich in Höhe ihrer Einlage laut Handelsregister. Wenn sie diese Einlage in voller Höhe an den Fonds gezahlt haben, kommt eine darüber hinausgehende Nachschusspflicht regelmäßig nicht in Betracht. In anderen Fällen dagegen ist der per Gesetz geregelten Haftung der Fondsanleger grundsätzlich keine Grenze gesetzt.

Im Insolvenzfalle sind die Schulden regelmäßig höher als das zur Verfügung stehende Kapital, sodass die Anleger zumindest die als Ausschüttungen erhaltenen Auszahlungen unter Umständen wieder an den gezeichneten Fonds zurückzahlen müssten.

Teilweise, insbesondere bei Medienfonds, können grundsätzlich auch Steuernachzahlungen an das Finanzamt nicht ausgeschlossen werden. Die besonders mit Medienfonds verknüpften Steuersparmodelle können möglicherweise bei der Zeichnung rechtlich nicht vollständig verlässlich gewesen sein.

Fondsanleger stehen jedoch im Falle einer Sanierung oder gar Insolvenz ihres gezeichneten Fonds unter Umständen nicht schutzlos da. Viele Anleger haben einen geschlossenen Fonds aufgrund einer vorangegangenen Anlageberatung gezeichnet. Sollte der Berater seine Aufklärungspflichten verletzt haben und den Anleger insofern falsch beraten haben, besteht die Möglichkeit dem Berater gegenüber Schadenersatzansprüche geltend zu machen. Den betroffenen Fondsanlegern ist es anzuraten, ihre Kapitalanlage anwaltlich überprüfen zu lassen und so die rechtlichen Möglichkeiten in Erfahrung zu bringen. Gegebenenfalls empfiehlt es sich, schnellstmöglich Forderungen gegenüber dem Insolvenzverwalter anzumelden.

Neben der Überprüfung des Anlegervertrages wird ein im Kapitalmarktrecht tätiger Anwalt von GRP Rainer umfangreich und einzelfallbezogen prüfen, ob und gegen wen Ihnen Ansprüche zustehen. Insbesondere wird geprüft, ob Sie über die Risiken einer solchen Beteiligung umfassend aufgeklärt worden sind.

Sollten Sie als Betroffener sogar ein Kredit aufgenommen haben, um ihre Beteiligung zu finanzieren, und dadurch einen Schaden erlitten haben, sollten Sie Ihre möglichen Ansprüche umfassend von einem Rechtsanwalt prüfen lassen. Mit Hinblick auf die kurzen Verjährungsfristen sollten Sie unverzüglich handeln.

Die Anwälte unserer Kanzlei haben bereits eine Vielzahl fondsgeschädigter Anleger betreut und sind mit dem Kapitalmarktrecht vertraut. Deshalb können wir eine umfassende und kompetente Betreuung gewährleisten. Wir treten für Sie mit der Gegenseite in Kontakt, überprüfen etwaige Ansprüche und unterstützen Sie bei deren Durchsetzung – sei es außergerichtlich oder vor Gericht.

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin an einem unserer Standorte in Köln, Bonn, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München oder Stuttgart!
Standorte
GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater Köln
Hohenzollernring 21-23
50672 Köln
+49 221 2722750
+49 221 27227524
Details
GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater Berlin
Kurfürstendamm 21
10719 Berlin
+49 30 887064045
+49 30 887065151
Details
GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater Bonn
Emil-Nolde-Straße 7
53113 Bonn
+49 228 2673385
+49 228 2673363
Details
GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater Düsseldorf
Königsallee 92a
40212 Düsseldorf
+49 211 54039910
+49 211 54039560
Details
GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater Frankfurt
Taunusanlage 1
60329 Frankfurt am Main
+49 69 505060709
+49 69 505060905
Details
GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater Hamburg
Am Kaiserkai 1
20457 Hamburg
+49 40 808074727
+49 40 808074728
Details
GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater München
Maximilianstraße 35a
80539 München
+49 89 24218382
+49 89 24218383
Details
GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater Stuttgart
Königstraße 10c
70173 Stuttgart
+49 711 22254499
+49 711 22254345
Details
GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater London
The Broadgate Tower, Level 12, 20 Primrose Street
EC2A 2EW, London , UK
+44 207 5962772
+44 207 5962766
Details
GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater Singapur
One Raffles Place, Level 24 Tower 1, 1 Raffles Place
048616 Singapur
+65 6408 0589
+65 6408 0601
Details
Haben Sie noch Fragen?
Vereinbaren Sie einen Beratungstermin an einem unserer Standorte in Köln, Bonn, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München oder Stuttgart!