NCI New Capital Invest

Anleger, die in Fonds des Emissionshauses New Capital Invest (NCI) investiert haben, müssen um ihr Geld fürchten. Für zahlreiche NCI-Gesellschaften wurde bereits Insolvenzantrag am Amtsgericht München gestellt. Bis Ende August 2015 waren davon betroffen:

  • NCI New Capital Invest Canada Invest GmbH & Co. KG
  • NCI New Capital Invest Global Management GmbH
  • NCI New Capital Invest Holding GmbH
  • NCI New Capital Invest Marketing GmbH & Co. KG
  • NCI New Capital Invest Oil & Gas USA 19 GmbH
  • NCI New Capital Invest Proven Assets Global Management GmbH
  • NCI New Capital Invest Service GmbH
  • NCI New Capital Invest Assets Invest GmbH & Co. KG
  • NCI New Capital Invest Oil & Gas USA 11 Management GmbH
  • NCI New Capital Invest Proven Gold Direct Management GmbH
  • NCI New Capital Invest USA 16 GmbH & Co. KG
  • NCI New Capital Invest Proven Gold Canada Management GmbH
  • NCI New Capital Invest Proven Gold Direct Management GmbH
  • NCI New Capital Invest Proven Gold Direct 21 GmbH & Co. KG
  • NCI New Capital Invest USA 11 GmbH & Co. KG
  • NCI New Capital Invest Oil & Gas USA 11 GmbH
  • NCI New Capital Invest Oil & Gas USA 16 GmbH
  • NCI New Capital Invest Oil & Gas USA Asset Management GmbH
  • NCI New Capital Invest USA 19 GmbH & Co. KG
  • NCI New Capital Invest Management GmbH
  • NCI New Capital Invest Proven Assets Global Direct Management GmbH

Das Emissionshaus New Capital Invest gehört zum Firmengeflecht von Malte Hartwieg. Dazu zählen bzw. zählten u.a. auch das Emissionshaus Selfmade Capital und die Vertriebsplattform dima24.de, die Hartwieg aber inzwischen verkauft hat.

Nach eigenen Angaben konzipiert New Capital Invest (NCI) Investment-Konzepte für vermögende Privatkunden und institutionelle Investoren und investierte dabei in Öl- und Gasvorkommen in Nordamerika. Besonderes Augenmerk werde dabei auf Sicherheitskonzepte, hohe Renditen und kurze Laufzeiten gelegt. Die Realität sieht aber offenbar anders aus. Die Anleger diverser NCI- Fonds warten seit geraumer Zeit vergeblich auf Ausschüttungen.

Angeblich sollen die Anlegergelder in dubiosen Kanälen versickert sein. Malte Hartwieg beauftragte ein Detektivbüro mit der Suche und bat die Anleger keine rechtlichen Schritte zu unternehmen, um nicht die Insolvenz der Fonds zu riskieren. Die Suche wurde inzwischen eingestellt, die Anlegergelder bleiben offenbar verschwunden und die Insolvenzanträge folgten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen wegen des Verdachts auf Kapitalanlagebetrug. Die Anleger stehen vor dem Totalverlust ihres investierten Geldes. Immerhin konnte die Staatsanwaltschaft bislang Vermögenswerte in Höhe von ca. 14 Millionen Euro bei Hartwieg sicherstellen.

Möglichkeiten der Anleger

Die betroffenen Anleger können ihre Ansprüche auf Schadensersatz überprüfen lassen. Diese können aus verschiedenen Gründen entstanden sein. Im Beratungsgespräch hätten die Anleger über sämtliche Risiken im Zusammenhang mit ihrer Investition aufgeklärt werden müssen. Ist diese Aufklärung ausgeblieben, kann Anspruch auf Schadensersatz geltend gemacht werden. Auch wenn Malte Hartwieg sich inzwischen von dima24 getrennt hat, dürften nach wie Schadensersatzansprüche gegen die Vermittler wegen Falschberatung möglich sein.

Zumal die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen nach Medienberichten inzwischen auch auf die neuen Besitzer der Vertriebsplattform dima24 ausgeweitet haben soll. Demnach besteht der Verdacht, dass für den Anleger negative Informationen verschwiegen worden sein sollen.

Inzwischen wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft gegen mehr als ein Dutzend Personen wegen des Verdachts auf Kapitalanlagebetrug ermittelt. dima24 vermittelte u.a. NCI-Fonds und weitere Fondsbeteiligungen aus dem Hause Hartwieg an die Anleger.

In Betracht kommt ebenfalls Schadensersatz aus Prospekthaftung, wenn die Angaben im Verkaufsprospekt unvollständig oder fehlerhaft waren beziehungsweise irreführende Aussagen enthielten.

Wie immer gilt auch in dem Fall Malte Hartwieg und New Capital Invest die Unschuldsvermutung. Sollte sich der Verdacht auf Kapitalanlagebetrug jedoch bestätigen, kommen noch weitere rechtliche Schritte in Betracht, um verloren geglaubtes Anlegergeld doch noch zu retten.

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