Selfmade Capital

Seit geraumer Zeit warten Anleger verschiedener Emirates-Fonds des Emissionshauses Selfmade Capital vergeblich auf ihre Ausschüttungen. Das Emissionshaus Selfmade Capital gehört zum Firmengeflecht des Malte Hartwieg und hat sich auf Immobilien- und Infrastruktur-Investments spezialisiert. Der Fokus liege dabei nach Unternehmensangaben besonders auf Wachstumsmärkten u.a. in Afrika, Asien, Südamerika oder im Mittleren Osten. An den Fonds können sich private und institutionelle Investoren beteiligen.

Inzwischen hat Hartwieg Insolvenzanträge für einen großen Teil der Selfmade Capital Gesellschaften gestellt. Betroffen davon waren bis Ende August 2015:

  • Selfmade Capital Holding GmbH
  • Selfmade Capital Management GmbH
  • Selfmade Capital Consulting GmbH
  • Selfmade Capital Asset Management GmbH
  • Selfmade Capital Emirates I GmbH & Co. KG
  • Selfmade Capital Emirates II GmbH & Co. KG
  • Selfmade Capital Emirates III GmbH & Co. KG
  • Selfmade Capital Emirates 4 GmbH & Co. KG
  • Selfmade Capital Emirates 5 GmbH & Co. KG
  • Selfmade Capital 6 GmbH & Co. KG
  • Selfmade Capital 7 GmbH & Co. KG
  • Selfmade Capital 8 GmbH & Co. KG
  • Selfmade Capital 8 Renditefonds GmbH & Co. KG
  • Selfmade Capital 9 GmbH & Co. KG
  • Selfmade Capital 9 Renditefonds GmbH & Co. KG
  • Selfmade Capital 9 Renditefonds Private Placement GmbH & Co. KG
  • Selfmade Capital 10 GmbH & Co. KG
  • Selfmade Capital 10 Renditefonds GmbH & Co. KG
  • Selfmade Capital Investments GmbH
  • Selfmade Capital Marketing & Vertrieb GmbH & Co. KG.

Zum Hintergrund

Malte Hartwieg hat ein ganzes Firmenimperium aufgebaut, zu dem neben Selfmade Capital aus das Emissionshaus New Capital Invest (NCI) und die Vertriebsplattform dima24 gehören. Über dima24 wurden u.a. die Fonds der beiden genannten Emissionshäuser vertrieben. Inzwischen hat Hartwieg die Vertriebsplattform dima24 verkauft.

Bei einigen Fonds von Selfmade Capital und New Capital Invest warten die Anleger seit geraumer Zeit vergeblich auf Ausschüttungen. Ihre Gelder sollen in dubiosen Kanälen versickert sein. Hartwieg beauftragte eine Wirtschaftsdetektei mit der Suche nach den Anlegergeldern. Im Gegenzug sollten die Anleger still halten und keine rechtlichen Schritte unternehmen, um nicht die Insolvenz der Fonds zu riskieren. Die Suche verlief offenbar erfolglos und wurde inzwischen eingestellt. Stattdessen folgten die verschiedenen Insolvenzanträge. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen wegen des Verdachts auf Kapitalanlagebetrug und beschlagnahmte im Sommer 2015 bei Hartwieg Vermögenswerte in Höhe von rund 14 Millionen Euro.

Möglichkeiten der Anleger

Die Situation für die Anleger ist ernst. Die Hoffnung, dass ihre verschwundenen Gelder wieder auftauchen, dürfte schwinden. Ihnen droht der Totalverlust des investierten Geldes. Sollten die Insolvenzverfahren eröffnet werden, gilt es zu prüfen, in welchem Rang die Anleger stehen. Bislang konnten aber ohnehin noch keine großen Vermögenswerte sichergestellt werden, so dass nicht davon auszugehen ist, dass im Insolvenzverfahren alle Forderungen befriedigt werden können. Schutzlos gestellt sind die Anleger dennoch nicht.

Sie können Ansprüche auf Schadensersatz geltend machen. Diese können aus verschiedenen Gründen entstanden sein. Im Beratungsgespräch hätten die Anleger über sämtliche Risiken im Zusammenhang mit ihrer Investition aufgeklärt werden müssen. Ist diese Aufklärung ausgeblieben, kann Anspruch auf Schadensersatz geltend gemacht werden. Auch wenn Malte Hartwieg sich inzwischen von dima24 getrennt hat, dürften nach wie Schadensersatzansprüche gegen die Vermittler wegen Falschberatung möglich sein.

In Betracht kommt ebenfalls Schadensersatz aus Prospekthaftung, wenn die Angaben im Verkaufsprospekt unvollständig oder fehlerhaft waren beziehungsweise irreführende Aussagen enthielten.

Wie immer gilt auch in dem Fall Malte Hartwieg und Selfmade Capital die Unschuldsvermutung. Sollte sich der Verdacht auf Kapitalanlagebetrug jedoch bestätigen, kommen noch weitere rechtliche Schritte in Betracht, um verloren geglaubtes Anlegergeld doch noch zu retten.

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