Wölbern Invest

Der Anlageskandal um das Emissionshaus Wölbern Invest sorgte für einen der größten Wirtschaftsstrafprozesse in Deutschland. Am 20. April 2015 fand dieser seinen vorläufigen Höhepunkt. Der ehemalige Inhaber und Geschäftsführer von Wölbern Invest wurde vom Landgericht Hamburg zu einer achteinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt. Das Landgericht Hamburg gelangte zu der Überzeugung, dass sich der Angeklagte der gewerbsmäßigen Untreue in 327 Fällen schuldig gemacht hat. Er habe zwischen 2011 und 2013 rund 147 Millionen Euro aus 31 geschlossenen Immobilienfonds von Wölbern Invest entnommen und zweckentfremdet. Zirka 30.000 Anleger sollen davon betroffen sein.

Mit dem Strafmaß blieb das LG Hamburg unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die 12 Jahre Haft gefordert hatte. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Ein Ende im Wölbern-Skandal bedeutet das Urteil noch nicht. Denn das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und die Verteidigung hat bereits angekündigt, Revision vor dem Bundesgerichtshof einzulegen.

Bei dem Hamburger Emissionshaus Wölbern Invest handelt es sich um ein Emissionshaus, das geschlossene Fonds in den Bereichen Immobilienfonds und Private Equity initiiert. Seit 1993 hat das Emissionshaus 97 Fonds mit einem Investitionsvolumen von rund 3,8 Milliarden Euro, emittiert.

Die Wölbern Fondsmanagement GmbH steht als Managementgesellschaft über sämtlichen Fonds des Emissionshauses Wölbern Invest. Zum Firmenverbund der Wölbern Gruppe gehören unter anderem die Einzelgesellschaften

  • Wölbern Private Equity GmbH
  • Wölbern Invest KG
  • Wölbern Fondsmanagement GmbH
  • und Wölbern Treuhand GmbH.

Das Emissionshaus Wölbern Invest geriet zunehmend in die Schlagzeilen. Bilanzen wurden gar nicht oder zu spät veröffentlicht, Anleger bekamen offenbar keine Ausschüttungen. Schließlich kam es im September 2013 zu einer groß angelegten Razzia durch die Staatsanwaltschaft Hamburg. Der ehemalige Wölbern-Chef wurde wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Untreue zum Schaden der Anleger festgenommen. Im Mai 2014 begann vor dem Landgericht Hamburg der Prozess gegen ihn. Fast ein Jahr später wurde am 20. April 2015 das Urteil verkündet. Der ehemalige Wölbern-Chef weist nach wie vor alle Vorwürfe zurück.

Wegen Zahlungsunfähigkeit hat inzwischen die Geschäftsführung der Wölbern Fondsmanagement GmbH als erste innerhalb der Unternehmensgruppe einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenregie gestellt. Wenig später folgte der Insolvenzantrag der Muttergesellschaft Wölbern Invest KG.

Schwierigkeiten der Anleger mit der Wölbern Invest bestehen bereits schon seit einem längeren Zeitraum. Dabei soll es insbesondere um ein vom Fondshaus geplantes und zeitweise auch installiertes Liquiditätsmanagementsystem gegangen sein. Auch durch dieses System sind zahlreiche Wölbern-Fonds in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Einige Fonds mussten bereits Insolvenz anmelden. Dazu zählen u.a.:

  • Wölbern Fonds Holland 52
  • Wölbern Fonds Holland 54
  • Wölbern Fonds Holland 55
  • Wölbern Fonds Holland 56

Weitere geschlossene Immobilienfonds wie der Wölbern Fonds Holland 58, der Wölbern Fonds Frankreich 04 und der Wölbern Fonds Österreich 03 befinden sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten.

Totalverlust Risiko

Für die Anleger könnte nun die Gefahr eines Totalverlustes der Beteiligungen drohen. Die Betroffenen wissen oftmals nicht, ob und wie ihre Beteiligungen noch zu retten sind. Ein im Kapitalmarktrecht tätiger Anwalt berät gerne und umfassend über die rechtlichen Möglichkeiten.

Wie Anleger jetzt handeln sollten

Möglicherweise könnten Anleger Schadensersatzansprüche aus Prospekthaftung oder aufgrund einer Falschberatung geltend machen. Sollten Betroffene sogar einen Kredit aufgenommen haben, um Ihre Beteiligung zu finanzieren, und dadurch einen Schaden erlitten haben, sollten sie ihre Ansprüche umfassend von einem erfahrenen Rechtsanwalt prüfen lassen. Mit Hinblick auf die kurzen Verjährungsfristen sollten Anleger unverzüglich handeln.

Darüber hinaus können auch Ansprüche auf Schadensansprüche auf Schadensersatz oder Rückabwicklung beispielsweise gegen die Vermittler der Anlage geltend gemacht werden.

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin an einem unserer Standorte in Köln, Bonn, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München oder Stuttgart!
Standorte
GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater Köln
Hohenzollernring 21-23
50672 Köln
+49 221 2722750
+49 221 27227524
Details
GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater Berlin
Kurfürstendamm 21
10719 Berlin
+49 30 887064045
+49 30 887065151
Details
GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater Bonn
Emil-Nolde-Straße 7
53113 Bonn
+49 228 2673385
+49 228 2673363
Details
GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater Düsseldorf
Königsallee 92a
40212 Düsseldorf
+49 211 54039910
+49 211 54039560
Details
GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater Frankfurt
Taunusanlage 1
60329 Frankfurt am Main
+49 69 505060709
+49 69 505060905
Details
GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater Hamburg
Am Kaiserkai 1
20457 Hamburg
+49 40 808074727
+49 40 808074728
Details
GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater München
Maximilianstraße 35a
80539 München
+49 89 24218382
+49 89 24218383
Details
GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater Stuttgart
Königstraße 10c
70173 Stuttgart
+49 711 22254499
+49 711 22254345
Details
GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater London
The Broadgate Tower, Level 12, 20 Primrose Street
EC2A 2EW, London , UK
+44 207 5962772
+44 207 5962766
Details
GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater Singapur
One Raffles Place, Level 24 Tower 1, 1 Raffles Place
048616 Singapur
+65 6408 0589
+65 6408 0601
Details
Haben Sie noch Fragen?
Vereinbaren Sie einen Beratungstermin an einem unserer Standorte in Köln, Bonn, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München oder Stuttgart!