Zinsswaps

Swaps sind Tauschgeschäfte. Bei einem Zinsswap tauschen die Vertragspartner Festzinsvereinbarungen gegen variable Zinsvereinbarungen. Häufig beruhen Zinsswaps aber nicht nur auf Zins-, sondern auch auf Währungsentwicklungen. Zinsswaps werden in der Regel in Verbindung mit einem Darlehen vereinbart.

Durch einen Zinsswap können während der Laufzeit des Darlehens die Konditionen des Darlehensvertrags geändert werden. Beim parallel zum Darlehen abgeschlossenen Zinsswap wird vereinbart, dass ein Partner einen festen Zinssatz zahlt und der andere Partner einen variablen Zinssatz. Die Vertragspartner vereinbaren zu festgelegten Zeitpunkten die Zinszahlungen auf einen festgelegten Nennbetrag, z.B. den Darlehensbetrag, zu tauschen. Für mittelständische Unternehmen oder auch für Kommunen sind Swaps ein Instrument um sich z.B. gegen steigende Zinsen abzusichern, da mit Hilfe des Swaps ein variabel verzinstes Darlehen in ein festverzinsliches Darlehen umgewandelt wird. Die Zinsoptimierung für die Unternehmen funktioniert aber nur dann, wenn Swap und Darlehen aufeinander abgestimmt sind. Anderenfalls können hohe finanzielle Verluste drohen.

Swaps können aber auch ein reines Anlagegeschäft ohne zu Grunde liegendes Darlehen sein.

Geschäftsbanken, Landesbanken und Sparkassen verkauften unterschiedliche Swaps. Zu den wichtigsten zählen:

  • Spread Ladder Swap
  • Cross Currency Swap
  • Currency Related Swap

Swaps können zwar zur Zinsoptimierung für Unternehmen oder Kommunen beitragen, gleichzeitig verbergen sich hinter einigen Swaps aber auch höchst riskante Spekulationsgeschäfte, die schon zu hohen Verlusten geführt haben. Die Kunden müssen aber nicht auf diesen Verlusten sitzen bleiben, sondern können vielfach auch Schadensersatzansprüche geltend machen, wenn die Bank nicht ordnungsgemäß über die Risiken aufgeklärt hat.

Denn die Banken sind zu einer anleger- und objektgerechten Beratung verpflichtet. Wegweisend ist ein Urteil des Bundesgerichtshofs vom 22. März 2011: Wenn die Bank einen Swap-Vertrag derart strukturiert, dass für den Kunden zu Beginn ein anfänglicher negativer Marktwert entsteht, muss die Bank diesen Interessenkonflikt auch gegenüber ihrem Kunden offen legen. Ansonsten macht sie sich schadensersatzpflichtig. Das OLG Frankfurt folgte mit Urteil vom 12. März 2015 dieser Rechtsprechung (Az.: 16 U 228/13).

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