27. Dez 16

Beteiligung an Schiffsfonds in 2007: Drohende Verjährung von Schadensersatzansprüchen

Anleger, die im Jahr 2007 in Schiffsfonds investiert und dabei Verluste erlitten haben, können noch Schadensersatzansprüche geltend machen. Viel Zeit dafür bleibt allerdings nicht mehr.

GRP Rainer Rechtsanwälte, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Auf der Suche nach einer geeigneten Kapitalanlage wurde vielen Anlegern im Jahr 2007 die Beteiligung an einem Schiffsfonds empfohlen. Die Beteiligungen sollten Rendite abwerfen, sicher und auch noch zur Altersvorsorge geeignet sein. So wurden Schiffsfonds auch sicherheitsorientierten Anlegern häufig schmackhaft gemacht.

Doch mit dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 änderte sich die Situation der Handelsschifffahrt. Wurden aufgrund der starken Nachfrage in den Jahren zuvor immer mehr Schiffe vom Stapel gelassen und Überkapazitäten aufgebaut, ging die Nachfrage nun deutlich zurück. Spätestens mit Ablauf der Charterverträge gerieten immer mehr Schiffsfonds dadurch in eine wirtschaftliche Schieflage, da die erforderlichen Charterraten nicht mehr erzielt und die Prognosen nicht mehr gehalten werden konnten. Die Ausschüttungen an die Anleger blieben in der Folge häufig ganz oder teilweise aus bzw. wurden zurückgefordert. Eine Insolvenz konnte dennoch oftmals nicht vermieden werden. In den vergangenen Jahren haben Schiffsfonds-Anleger dadurch viel Geld verloren.

Allerdings besteht in vielen Fällen die Möglichkeit, Ansprüche auf Schadensersatz geltend zu machen. Dazu können sich die Anleger an einen im Bank- und Kapitalmarkt versierten Rechtsanwalt wenden. Besonders Anleger, die im Jahr 2007 in Schiffsfonds investiert haben, sollten aber die Verjährungsfristen im Auge behalten. Ihre möglichen Ansprüche können auf den Tag genau zehn Jahre nach dem Beitritt zur Fondsgesellschaft verjähren. Daher sollten die Forderungen jetzt geltend gemacht werden, ehe sie aufgrund von Verjährung nicht mehr durchgesetzt werden können.

Die Grundlage für Schadensersatzforderungen kann eine fehlerhafte Anlageberatung sein. Denn zu einer ordnungsgemäßen Anlageberatung gehört auch die Funktionsweise und die Risiken eines Schiffsfonds ausführlich darzustellen und zu erläutern. Zu den Risiken zählen etwa die langen Laufzeiten, das Wiederaufleben der Kommanditistenhaftung oder die Möglichkeit des Totalverlusts. Wurden die Risiken oder hohe Vermittlungsprovisionen in der Anlageberatung verschwiegen, können Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden.

Weitere Informationen unter: https://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht/schiffsfonds.html

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