12. Okt 16

DS-Rendite-Fonds Nr. 117 DS Patriot: Anleger können sich wehren

Für die Anleger der Dr. Peters Schiffsfonds DS-Rendite-Fonds Nr. 117 DS Patriot verlief ihre Beteiligung enttäuschend. Nun sollen sie offenbar auch noch erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Obwohl das Containerschiff längst verkauft ist, können die Anleger des Dr. Peters Schiffsfonds DS-Fonds Nr. 117 DS Patriot ihre Beteiligung immer noch nicht zu den Akten legen. Nun werden sie offenbar aufgefordert, erhaltene Ausschüttungen wieder zurückzuzahlen. Da die Auszahlungen nicht aus erwirtschafteten Gewinnen erzielt worden seien, habe die Fondsgesellschaft einen Anspruch auf Rückzahlung der Ausschüttungen. Für die Anleger käme die Rückzahlung der zu Anfang der Beteiligung erhaltenen Ausschüttungen einem Totalverlust ihrer Einlage nahe.

Allerdings ist es umstritten, ob die Rückforderung der Ausschüttungen rechtlich überhaupt haltbar ist. Um dies zu prüfen, können sich die Anleger an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht kompetenten Rechtsanwalt wenden. Außerdem kann geprüft werden, ob die Möglichkeit besteht, Ansprüche auf Schadensersatz geltend zu machen. Da Dr. Peters den DS-Rendite-Fonds Nr. 117 im Jahr 2006 aufgelegt hat und viele Anleger sich Ende 2006 bzw. Anfang 2007 beteiligt haben, ist aber umgehendes Handeln erforderlich. Denn es droht die Verjährung möglicher Ansprüche. Die Verjährung setzt auf den Tag genau zehn Jahre nach Beitritt zur Fondsgesellschaft ein.

Grundlage für Schadensersatzansprüche kann eine fehlerhafte Anlageberatung sein. Beteiligungen an Schiffsfonds wurden in den Beratungsgesprächen vielfach als renditestarke und sichere Geldanlagen dargestellt. Doch mit dem Ausbruch der Finanzkrise 2008 zeichnete sich ein anderes Bild. Etliche Schiffsfonds gerieten aufgrund der gesunkenen Charterraten in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die Anleger erhielten keine Ausschüttungen mehr und am Ende stand oft genug die Insolvenz der Fondsgesellschaft.

Allerdings hätten die Anleger im Zuge einer ordnungsgemäßen Anlageberatung auch umfassend über die Risiken ihrer Kapitalanlage informiert werden müssen. Dazu zählt u.a. das Wiederaufleben der Kommanditistenhaftung oder die Möglichkeit des Totalverlusts der Einlage. Erfahrungsgemäß wurden diese Risiken oft verschwiegen oder bagatellisiert, sodass Schadensersatz wegen Falschberatung eingefordert werden kann.

Weitere Informationen unter: https://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht/faelle/dr-peters-schiffsfonds.html

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