10. Feb 16

German Pellets GmbH: Gläubigerversammlung abgesagt

Für die Anleger der German Pellets GmbH wird die Situation immer bedrohlicher. Die Gläubigerversammlung wurde abgesagt, ein Tochterunternehmen hat Insolvenzantrag gestellt.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Mehr als 220 Millionen Euro sammelte die German Pellets GmbH über Mittelstandsanleihen bei den Anlegern ein. Außerdem emittierte das Unternehmen Genussrechte in einem Volumen von rund 42 Millionen Euro. Anleger müssen mehr und mehr den Ausfall ihrer Gelder befürchten.

Eine für den 10. Februar anberaumte Gläubigerversammlung für die Anleihe 2011/16 (ISIN: DE000A1H3J6 7 / WKN: A1H3J6) wurde von der German Pellets GmbH kurzfristig ohne Angabe von Gründen abgesagt. Fast zeitgleich wurde bekannt, dass das Tochterunternehmen FireStixx Holz Energie GmbH einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt hat. Grund für den Antrag soll nach einem Bericht der Wirtschaftswoche die wirtschaftliche Situation bei der German Pellets GmbH sein. Als Folge daraus sei nicht nur die Kreditwürdigkeit der Konzernmutter, sondern auch der Töchter herabgesetzt worden. Vor wenigen Tagen erst hatte die German Pellets GmbH das öffentliche Angebot für die Genussrechte 2015/2016 beendet, da die Refinanzierung nicht gesichert sei.

Die Anleihe 2011/2016 ist am 1. April zur Rückzahlung fällig. Bei der Gläubigerversammlung sollte u.a. über eine Verlängerung der Laufzeit bis 2018 abgestimmt werden. Es kann vermutet werden, dass das Unternehmen nicht über ausreichend liquide Mittel verfügt, um die rund 52 Millionen Euro fristgerecht zurückzuzahlen und daher eine Verlängerung der Laufzeit angestrebt hat. Nach der Absage der Gläubigerversammlung scheint dieses Thema zunächst vom Tisch zu sein. Gleichzeitig macht die Absage aber auch einen Ausfall der Anleihe wahrscheinlicher. Eine Insolvenz der German Pellets GmbH ist nach derzeitigem Stand wohl nicht mehr auszuschließen. Davon wären die Anleger aller drei Mittelstandsanleihen und auch die Inhaber der Genussrechte betroffen. Es drohen hohe Verluste bis hin zum Totalverlust. Um Verluste abzuwenden, können sich die Anleger an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht versierten Rechtsanwalt wenden.

Weitere Informationen unter: https://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht.html

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