27. Apr 16

German Pellets GmbH: Totalverlust für Anleger rückt näher

Trübe Aussichten für die Anleger der German Pellets GmbH. Sie müssen immer mehr mit einem Totalverlust rechnen. Schadensersatzansprüche können noch geltend gemacht werden.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Die Suche nach Investoren für die insolvente German Pellets GmbH verläuft im Grunde genommen erfolgversprechend. Nach Angaben der vorläufigen Insolvenzverwalterin zeichnet sich eine Lösung ab. Trotz dieser guten Nachricht dürften die Hoffnungen der Anleger, zumindest einen Teil ihres Geldes im Insolvenzverfahren wiederzusehen, sinken. Denn wie das Handelsblatt am 26. April berichtet, dürfte ein zu erzielender Kaufpreis kaum ausreichen, um die Forderungen der Gläubiger zu bedienen. Demnach geht man auch aufgrund des schwierigen Marktumfelds lediglich von einem zweistelligen Millionenbetrag aus. Zum Vergleich: Über Anleihen und Genussrechte haben die Anleger rund 260 Millionen Euro in die German Pellets GmbH investiert.

Das reguläre Insolvenzverfahren wird voraussichtlich zum 1. Mai eröffnet. Dann können die Anleger auch ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anmelden. Auch nach einem Verkauf dürfte allerdings kaum ausreichend Insolvenzmasse zur Verfügung stehen, um die Forderungen aller Gläubiger zu bedienen. Vielmehr werden wohl zuerst die Banken und eine lange Liste von Lieferanten bedient werden müssen. Viele Teile des German Pellets Konzerns mussten dem Bericht zu Folge schon vor dem Insolvenzantrag am 10. Februar als Sicherheiten dienen. Mit anderen Worten wird nicht viel freie Insolvenzmasse zur Verfügung stehen und die Anleger könnten mit leeren Händen dastehen.

Um die finanziellen Verluste abzuwenden, haben die Anleger aber auch die Möglichkeit, Ansprüche auf Schadensersatz geltend zu machen. Zur Durchsetzung ihrer Forderungen können sie sich an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht kompetenten Rechtsanwalt wenden.

Forderungen können sowohl gegen die Unternehmensverantwortlichen als auch gegen die Anlageberater bzw. Vermittler entstanden sein. Denn sowohl in den Verkaufsprospekten als auch in den Anlageberatungsgesprächen hätten die Anleger auch umfassend über die Risiken der Anleihen und Genussrechte der German Pellets GmbH aufgeklärt werden müssen. Darüber hinaus können sich auch aus den staatsanwaltlichen Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue, Insolvenzverschleppung, des Bankrotts und Steuerhinterziehung weitere rechtliche Schritte ergeben.

Weitere Informationen unter:

https://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht.html

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