22. Nov 16

GEWA 5 to 1 kündigt Insolvenzantrag an

Die GEWA 5 to 1 GmbH & Co. KG wird unverzüglich Insolvenzantrag stellen. Grund ist, dass die Gespräche zur Wiederaufnahme der Bautätigkeiten am GEWA-Tower gescheitert sind.

GRP Rainer Rechtsanwälte, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Der Baustopp am GEWA-Tower vor einigen Tagen verhieß nichts Gutes. Nun teilte die Projektgesellschaft GEWA 5 to 1 GmbH & Co. KG am 18. November mit, dass unverzüglich Insolvenzantrag gestellt werde. Grund seien die gescheiterten Gespräche mit dem Generalunternehmer über die Wiederaufnahme der Bauarbeiten.

Zur Baufinanzierung des GEWA-Towers in Fellbach hatte die Gesellschaft im März 2014 eine Mittelstandsanleihe mit einem Volumen von bis zu 35 Millionen Euro begeben (ISIN: DE000A1YC7Y7). Die Anleihe ist mit 6,5 Prozent p.a. verzinst und ist im März 2018 zur Rückzahlung fällig. Das Unternehmen teilte zwar mit, dass der Tower im Rahmen eines geordneten Insolvenzverfahrens fertig gebaut werden soll. Allerdings ist nicht klar, welche Forderungen auf die Anleihegläubiger in einem Insolvenzverfahren zukommen könnten. Finanzielle Verluste sind nicht auszuschließen, auch wenn die Anleihe erstrangig besichert ist.

Im Oktober wurde der Rohbau des Towers fertig gestellt. Nach Unternehmensangaben sind rund 68 Prozent der Wohnungen verkauft. Probleme bereitet es aber offensichtlich, dass der Kaufpreis für das Hotel erst im ersten Quartal 2017 fließen soll. Dadurch ist die Frage der weiteren Finanzierung und Planung nicht geklärt. Zwischen der GEWA 5 to 1 und dem Generalunternehmer konnte diesbezüglich offenbar keine Einigung erzielt werden, sodass nun Insolvenzantrag gestellt werden muss.

Für die Anleger ist es von entscheidender Bedeutung, dass der Bau beendet und die restlichen Wohnungen verkauft werden. Die Zukunft stellt sich derzeit allerdings ungewiss dar. Um finanziellen Verlusten vorzubeugen, können sich die Anleger an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht erfahrenen Rechtsanwalt wenden. Dieser kann u.a. prüfen, ob Ansprüche auf Schadensersatz geltend gemacht werden können. Diese können u.a. durch eine fehlerhafte Anlageberatung entstanden sein. Denn die Anleger hätten im Zuge einer ordnungsgemäßen Beratung auch umfassend über die Risiken informiert werden müssen.

Weitere Informationen unter: https://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht.html

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