15. Jan 16

Hannover Leasing Substanzwerte Deutschland 7: Leerstand der Fondsimmobilie droht

Der Immobilienfonds Hannover Leasing Substanzwerte Deutschland 7 muss einen Nachmieter für die Fondsimmobilie am Frankfurter Flughafen finden. Ansonsten droht ab März der Leerstand.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Eine Büroimmobilie nahe des Frankfurter Flughafens ist das einzige Investitionsobjekt des geschlossenen Immobilienfonds Hannover Leasing 203 Substanzwerte Deutschland 7. Mieter des Komplexes war die inzwischen insolvente Imtech Deutschland. Die Insolvenz kann negative Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit der Fondsgesellschaft haben.

Wie das „fondstelegramm“ berichtet, führte die Imtech-Insolvenz zu einem Sonderkündigungsrecht, von dem nun offenbar Gebrauch gemacht wurde. In der Konsequenz bedeutet das, dass ab März der Leerstand der Fondsimmobilie droht. Die Mietzahlungen sind durch die Insolvenz offenbar schon seit mehreren Monaten ausgeblieben. Ein Untermieter der Imtech, der rund 15 Prozent der Bürofläche angemietet hat, zeigt offenbar Interesse den Vertrag in einen Hauptmietvertrag umzuwandeln. Für den Rest der insgesamt ca. 16.000 Quadratmeter großen Bürofläche müsse ein oder mehrere Nachmieter gefunden werden.

Gelingt das nicht oder können nur noch niedrigere Mieteinnahmen erzielt werden, kann das zu wirtschaftlichen Problemen bei dem Immobilienfonds führen, die auch die Anleger treffen würden. Um finanziellen Verlusten vorzubeugen, können sich die Anleger an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht versierten Rechtsanwalt wenden. Dieser kann die rechtlichen Möglichkeiten wie etwa den vorzeitigen Ausstieg aus der Beteiligung oder die Geltendmachung von Ansprüchen auf Schadensersatz prüfen.

Grundlage für Schadensersatzansprüche kann eine fehlerhafte Anlageberatung sein. Beteiligungen an geschlossenen Immobilienfonds wurden in den Anlageberatungsgesprächen erfahrungsgemäß häufig als sichere Geldanlage dargestellt. Tatsächlich erwerben die Anleger mit den Fondsanteilen aber unternehmerische Beteiligungen. Dementsprechend stehen sie auch im Risiko, das mit dem Totalverlust der Einlage enden kann. Daher hätten die Anleger über Risiken wie Schwankungen auf dem Immobilienmarkt, sinkende Mieteinnahmen, lange Laufzeiten, erschwerte Handelbarkeit der Anteile und insbesondere über die Möglichkeit des Totalverlusts umfassend aufgeklärt werden müssen.

Zudem hätten die vermittelnden Banken nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs auch ihre Rückvergütungen, sog. Kick-Backs, zwingend offen legen müssen. Wurden die Kick-Backs oder Risiken verschwiegen, kann das Ansprüche auf Schadensersatz begründen.

Weitere Informationen unter: http://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht/faelle/hannover-leasing-immobilienfonds.html

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