01. Jun 16

Harte Zeiten für Steuersünder – Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung

Der Druck auf Steuersünder wird nicht nachlassen. Politische Parteien fordern die Maßnahmen im Kampf gegen Steuerhinterziehung zu verschärfen. Als Ausweg bleibt die strafbefreiende Selbstanzeige.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Spätestens seit den sog. Panama Papers werden härtere Maßnahmen im Kampf gegen Steuerhinterziehung in der Politik wieder vermehrt diskutiert. Hinzu kommt, dass im kommenden Jahr Bundestagswahl ist. Um die Stimmen der Wähler zu gewinnen, könnten Steuern und der Kampf gegen Steuerhinterziehung zu einem Wahlkampfthema der Parteien werden. Ebenfalls 2017 beginnt der automatische Informationsaustausch von Finanzdaten, an dem sich etliche Staaten beteiligen wollen. Dazu zählen auch einige ehemalige Steueroasen wie z.B. die Schweiz oder Österreich.

Steuersünder müssen mit harten Zeiten rechnen und die Steuerfahndung wird in ihrem Kampf gegen Steuerhinterziehung nicht nachlassen. Wer dennoch nach wie vor unversteuerte Einkünfte auf Konten im Ausland hat, spielt ein gewagtes Spiel. Das Risiko der Entdeckung steigt weiter an und bei einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung drohen hohe Geldstrafen oder auch Freiheitsstrafen. Um eine Verurteilung zu verhindern, kann nach wie vor eine strafbefreiende Selbstanzeige gestellt werden.

Das ist aber nur möglich, wenn die Selbstanzeige rechtzeitig erfolgt, d.h. die Steuerhinterziehung noch nicht durch die Behörden entdeckt wurde. Darüber hinaus muss die Selbstanzeige auch vollständig und fehlerfrei sein, damit sie strafbefreiend wirken kann. Dazu müssen u.a. alle steuerrelevanten Vorgänge der vergangenen zehn Jahre auf den Tisch gelegt werden. Für den Laien sind diese hohen Anforderungen des Gesetzgebers in der Regel nicht zu erfüllen. Daher sollte eine Selbstanzeige auch nicht ohne kompetente Hilfe gestellt werden.

Wer es dennoch auf eigene Faust oder mit Hilfe von Musterformularen versucht, geht ein hohes Risiko ein. Denn die komplexen Vorgänge können auf diese Weise zumeist nicht erfasst werden und Fehler sind schon fast vorprogrammiert. In der Konsequenz scheitert dann die Selbstanzeige. Damit das nicht passiert, sollten im Steuerrecht erfahrene Rechtsanwälte und Steuerberater hinzugezogen werden.

Weitere Informationen unter: http://www.grprainer.com/rechtsberatung/steuerrecht/selbstanzeige.html

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