19. Sep 16

Hartmann Reederei MS Cuxhaven: Reguläres Insolvenzverfahren eröffnet

Das Amtsgericht Delmenhorst hat das reguläre Insolvenzverfahren über die Gesellschaft des Schiffsfonds der Hartmann Reederei MS Cuxhaven am 7. September eröffnet (Az.: 12 IN 19/16).

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Der Massengutfrachter MS Cuxhaven bildete gemeinsam mit dem Containerschiff MS Frisia Alster einen Dachfonds, der von der Hartmann Reederei im September 2007 zur Beteiligung angeboten wurde. Anleger konnten sich mit einer Mindestsumme von 30.000 Euro an der Fondsgesellschaft beteiligen.

Das Jahr 2016 begann allerdings mit einer schlechten Nachricht für die Anleger, denn für die Gesellschaft der MS Cuxhaven musste Insolvenz angemeldet werden. Das reguläre Insolvenzverfahren über die Atlas Trampship Reederei GmbH & Co. MS Cuxhaven KG wurde jetzt am Amtsgericht Delmenhorst eröffnet. Anleger müssen sich auf hohe finanzielle Verluste einstellen. Um sich dagegen zu wehren, können sie sich an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht versierten Rechtsanwalt wenden, der prüfen kann, ob Ansprüche auf Schadensersatz geltend gemacht werden können.

Beteiligungen an Schiffsfonds endeten schon für viele Anleger mit einem bösen Erwachen. Denn als in Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 die Nachfrage und mit ihr die Charterraten zurückgingen, stürzten etliche Schiffsfonds in wirtschaftliche Schwierigkeiten, die in vielen Fällen in der Insolvenz und mit beträchtlichen Verlusten für die Anleger endeten. In den Anlageberatungsgesprächen waren Beteiligungen an Schiffsfonds allerdings oftmals als sichere und renditestarke Kapitalanlage dargestellt worden. Die Realität hat die Anleger längst eingeholt. Allerdings hätten sie schon in den Beratungsgesprächen umfassend über die Risiken aufgeklärt werden müssen. Dazu zählen u.a. die langen Laufzeiten, die erschwerte Handelbarkeit der Anteile und insbesondere auch das Risiko des Totalverlusts für die Anleger. Denn sie erwerben mit ihren Anteilen in der Regel unternehmerische Beteiligungen und stehen damit auch im Risiko.

Dennoch wurden die Risiken in den Beratungsgesprächen oftmals verschwiegen oder nur unzureichend erwähnt. In diesen Fällen haben die Anlageberater gegen ihre Pflicht zu einer anleger- und objektgerechten Beratung verstoßen und es können Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden.

Weitere Informationen unter: http://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht/schiffsfonds.html

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