27. Sep 16

Hartmann Reederei MS Handorf: Insolvenzverfahren eröffnet

Das Amtsgericht Delmenhorst hat am 7. September das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Atlas Trampship Reederei GmbH & Co. MS Handorf KG eröffnet (Az.: 12 IN 10/16).

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Die Hartmann Reederei legte den Schiffsfonds MS Handorf und MS Frisia Aller im August 2007 auf. Die Fondsgesellschaft investierte in die Schiffe MS Handorf und MS Frisia Aller. Anleger konnten sich mit einer Mindestsumme in Höhe von 30.000 Euro beteiligen. Mit der MS Handorf ist nun eines der beiden Fondsobjekte insolvent. Für die Anleger kann das zu hohen Verlusten führen.

Um sich gegen die drohenden Verluste zu wehren, können sich die Anleger an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht kompetenten Rechtsanwalt wenden. Dieser kann u.a. prüfen, ob Ansprüche auf Schadensersatz geltend gemacht werden können. Ausgangspunkt für Schadensersatzforderungen kann eine fehlerhafte Anlageberatung sein.

In der Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 sind etliche Schiffsfonds in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Denn in den Jahren zuvor waren Überkapazitäten aufgebaut worden, die in Zeiten sinkender Nachfrage nicht mehr benötigt wurden. Die erforderlichen Charterraten konnten nicht mehr erzielt werden und die Fondsgesellschaften gerieten in Schieflage, die Ausschüttungen an die Anleger flossen nicht mehr wie prognostiziert und am Ende stand auch oft genug die Insolvenz der Fondsgesellschaften.

Häufig wurden in den Beratungsgesprächen Beteiligungen an Schiffsfonds als rentable und sichere Kapitalanlage dargestellt. Allerdings hätten die Anleger in den Beratungsgesprächen auch umfassend über die Risiken ihrer Geldanlage informiert werden müssen. Denn in der Regel erwerben sie mit den Fondsanteilen unternehmerische Beteiligungen und stehen damit auch im unternehmerischen Risiko. Besonders schwer wiegt für die Anleger dabei die Gefahr des Totalverlusts. Erfahrungsgemäß wurden die Risiken in den Beratungsgesprächen aber verschwiegen oder nur unzureichend dargestellt. Das kann ebenso zu Schadensersatzansprüchen führen wie das Verschweigen von teilweise hohen Provisionen, die die Bank für die Vermittlung erhalten hat. Auch diese sog. Kick-Backs müssen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs offengelegt werden.

Weitere Informationen unter: http://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht/schiffsfonds.html

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