15. Sep 16

HCI Shipping Select XXIV: Anleger können noch Schadensersatzansprüche stellen

Wie viele andere Schiffsfonds konnte auch der HCI Shipping Select XXIV die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen. Noch besteht die Möglichkeit, Ansprüche auf Schadensersatz geltend zu machen.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Der HCI Schiffsfonds HCI Shipping Select XXIV wurde im September 2007 aufgelegt. Die Fondsgesellschaft beteiligte sich an den vier Containerschiffen MS Lantau Bay, MS Lantau Beach, MS Lantau Breeze und MS Lantau Bridge. Die Anleger konnten sich mit einer Mindestsumme von 10.000 Euro an dem Schiffsfonds beteiligen. Neben dem Eigenkapital in Höhe von rund 29 Millionen Euro wurde auch noch Fremdkapital in Höhe von knapp 60 Millionen Euro aufgenommen. Wie so viele andere Schiffsfonds konnte auch der HCI Shipping Select XXIV die Erwartungen nicht erfüllen und die Ausschüttungen flossen nicht wie prognostiziert.

Ein Grund für diese enttäuschende Entwicklung dürfte auch in diesem Fall die im Jahr 2008 einsetzende Finanz- und Wirtschaftskrise sein, die etliche Schiffsfonds in Nöte brachte. Aufgrund der sinkenden Nachfrage und der zuvor aufgebauten Überkapazitäten konnten die erforderlichen Charterraten nicht mehr erzielt werden und die prognostizierten Ausschüttungen an die Anleger blieben aus. Beim HCI Shipping Select XXIV besteht aber noch die Möglichkeit, Ansprüche auf Schadensersatz geltend zu machen. Dazu können sich die Anleger an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht versierten Rechtsanwalt wenden. Zu beachten ist, dass die Forderungen ab September 2017 aufgrund der zehnjährigen Verjährungsfrist bereits verjähren könnten.

Ansatzpunkt für Ansprüche auf Schadensersatz kann eine fehlerhafte Anlageberatung sein. Denn in den Anlageberatungsgesprächen wurden Beteiligungen an Schiffsfonds oftmals als sichere und renditestarke Kapitalanlage dargestellt. Im Zuge einer anleger- und objektgerechten Beratung hätten die Anleger aber auch über die Risiken ihrer Beteiligung umfassend informiert werden müssen. Dazu zählen beispielsweise die langen Laufzeiten, die erschwerte Handelbarkeit der Anteile, Wechselkursschwankungen und insbesondere das Risiko des Totalverlusts. Erfahrungsgemäß wurden diese Risiken in den Beratungsgesprächen häufig verschwiegen oder nur unzureichend dargestellt.

Außerdem hätten die vermittelnden Banken auch ihre zum Teil hohen Provisionen (Kick-Backs) offenlegen müssen. Auch dies ist häufig nicht geschehen.

Weitere Informationen unter:

https://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht.html

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