26. Sep 16

KTG Agrar SE: Gläubigerversammlung am 6. Oktober

Anleger der insolventen KTG Agrar SE können ihre Forderungen bis zum 17. März 2017 beim Sachwalter anmelden. Zuvor findet am 6. Oktober die wichtige Gläubigerversammlung in Hamburg statt.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Die Aussagen des Sachwalters, dass die Gläubiger der KTG Agrar SE nur mit einer äußerst geringen Insolvenzquote rechnen können, war für die Anleger der beiden Mittelstandsanleihen Biowertpapier II und Biowertpapier III niederschmetternd. Immerhin betragen ihre Forderungen insgesamt rund 342 Millionen Euro. Auch wenn die Aussichten auf eine befriedigende Insolvenzquote gering sind, sollten die Anleger nicht versäumen, ihre Forderungen zur Insolvenztabelle form- und fristgerecht bis zum 17. März 2017 anzumelden. Nur angemeldete Forderungen können im Insolvenzverfahren auch berücksichtigt werden.

Unterdessen hat der Sachwalter inzwischen wesentliche Unternehmensteile der KTG Agrar verkauft, darunter auch die Beteiligung an der KTG Energie AG. Welche Preise erzielt werden konnten, ist bisher nicht bekannt. Hoffnungen, dass sich die Insolvenzquote durch die Verkäufe angesichts des Schuldenstands des Konzerns merklich verbessern wird, sind aber wohl nicht angebracht. Nähere Informationen dazu wird es wohl bei der Gläubigerversammlung am 6. Oktober in Hamburg geben. Für die Anleger ein wichtiger Termin, da es auch um den Fortgang des Insolvenzverfahrens geht. Gläubiger, die an der Versammlung nicht teilnehmen können, können sich auch vertreten lassen und ihr Stimmrecht an den Bevollmächtigten übertragen. Zur Vertretung ihrer Interessen im Insolvenzverfahren und zur Anmeldung der Forderungen können sich Anleger an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht erfahrenen Rechtsanwalt wenden.

Parallel zum Insolvenzverfahren können aber auch weitere rechtliche Möglichleiten geprüft werden. Dazu gehört u.a. auch die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen. Angesichts der zu erwartenden niedrigen Insolvenzquote kann dies der erfolgversprechendere Weg sein, den finanziellen Schaden zu minimieren. Ansprüche können in alle Richtungen geprüft werden. So können sowohl Schadensersatzforderungen gegen die Unternehmens- und Prospektverantwortlichen entstanden sein als auch gegen die Vermittler bzw. Berater wegen einer fehlerhaften Anlageberatung.

Weitere Informationen unter: http://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht/mittelstandsanleihen.html

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