19. Dez 16

KTG Energie AG: Anleihe und Aktien bald nicht mehr an der Börse handelbar

Im Sog der Pleite der KTG Agrar SE musste auch die ehemalige Tochter KTG Energie AG Insolvenz anmelden. Der Kurs von Aktien und Anleihe der KTG Energie ist daraufhin stark gefallen.

GRP Rainer Rechtsanwälte, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Angesichts der Kursentwicklung war es für die Anleger der KTG Energie wahrscheinlich ohnehin keine Option mehr, ihre Anteile an der Börse zu handeln. Lange wird dies auch nicht mehr möglich sein. Wie die KTG Energie AG am 9. Dezember bekannt gab, wird der Handel der Wertpapiere im Freiverkehr an der Frankfurter Börse demnächst eingestellt. Letzter Handelstag für die Aktien wird demnach der 20. Januar 2017 und für die Schuldverschreibungen der 2. Februar 2017 sein.

Dringender dürfte für die Anleger die Frage sein, wie es im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung weitergeht und mit welchen Verlusten sie ggf. rechnen müssen. Zwei wichtige Termine stehen für die Gläubiger im neuen Jahr an. Die Forderungen zur Insolvenztabelle müssen bis zum 24. Januar 2017 form- und fristgerecht beim Sachwalter der KTG Energie angemeldet werden und am 3. Februar 2017 findet die Gläubigerversammlung statt. Hier werden bereits wichtige Weichen für den weiteren Fortgang des Verfahrens gestellt.

Wie die KTG Energie AG bereits mitgeteilt hat, soll der der Sanierungskurs im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung fortgesetzt werden. Ob und welche Maßnahmen dabei auf die Anleger der 50 Millionen Euro schweren Anleihe zukommen werden, ist bislang noch völlig ungewiss. Anleger müssen aber damit rechnen, dass sie ihren Teil zur Sanierung beitragen sollen. Es ist auch nicht davon auszugehen, dass die Insolvenzquote ausreichen wird, um alle Forderungen vollauf zu befriedigen. Anleger müssen sich wohl auf finanzielle Verluste einstellen.

Um sich gegen drohende Verluste zu wehren, können Anleger ganz unabhängig vom Insolvenzverfahren auch weitere rechtliche Möglichkeiten prüfen lassen. Dazu können sie sich an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht kompetenten Rechtsanwalt wenden. Dieser kann u.a. prüfen, ob Schadensersatzansprüche gegen die ehemaligen Unternehmensverantwortlichen bzw. gegen die Anlageberater und Vermittler geltend gemacht werden können.

Weitere Informationen unter: https://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht/mittelstandsanleihen.html

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