23. Jun 16

Lignum Sachwert Edelholz AG: Schadensersatzansprüche der Anleger

Seit Ende April befinden sich die Lignum Sachwert Edelholz AG und die Lignum Holding GmbH im vorläufigen Insolvenzverfahren. Den Anlegern der Waldinvestments droht der Totalverlust.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Rund 65 Millionen Euro Anlegergelder stehen durch die Insolvenz der Lignum Sachwert Edelholz AG auf dem Spiel. Das Geld sollte in Wald- und Edelholzinvestments in Bulgarien gesteckt werden. Für die Anleger dürfte es allerdings eher verloren sein. Nach der Pleite des Unternehmens dürfte kaum noch Kapital für Pflege und Aufzucht der Bäume in den Plantagen vorhanden sein. Deren Wert muss nun zunächst vom vorläufigen Insolvenzverwalter festgestellt werden, ehe das reguläre Insolvenzverfahren eröffnet werden kann.

Erst dann können die Anleger ihre Forderungen überhaut anmelden. Ob aber Aussicht auf eine gute Insolvenzquote besteht, ist zweifelhaft. Um finanziellen Schaden abzuwenden, können sich Anleger an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht versierten Rechtsanwalt wenden, der unabhängig vom Insolvenzverfahren weitere rechtliche Schritte prüfen kann. In Betracht kommt dabei insbesondere die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen.

Die Finanzaufsicht BaFin hatte der Lignum Sachwerte Edelholz AG die Angebote für ihre Investments verboten, weil sie nicht die erforderlichen Emissionsprospekte für ihre Kapitalanlagen vorgelegt hatte. Nur wenige Wochen später folgte der Insolvenzantrag. Da die Gesellschaft die erforderlichen Prospekte nicht vorgelegt hat, könnten Schadensersatzansprüche gegen die Unternehmensverantwortlichen bestehen. In den erforderlichen Emissionsprospekten hätten die Anleger auch umfassend über die bestehenden Risiken ihrer Geldanlage aufgeklärt werden müssen.

Diese Aufklärungspflicht trifft aber auch die Vermittler. Sie hätten in den Beratungsgesprächen nicht nur die Vorzüge, sondern auch die Risiken der Waldinvestments in Bulgarien aufzeigen müssen. Derartige Risiken können etwa die Preisentwicklung über einen langen Zeitraum aber auch besonders die Gefahr des Totalverlusts für die Anleger sein. Erfahrungsgemäß fand eine ordnungsgemäße Aufklärung über die Risiken häufig nicht statt. Außerdem hätten die Vermittler das Geschäftsmodell auch auf seine Plausibilität hin überprüfen müssen. Daher können auch gegen die Vermittler bzw. Berater der Anlagen Schadensersatzansprüche entstanden sein.

Weitere Informationen unter: http://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht.html

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