22. Jun 16

Lloyd Flottenfonds VII: Verjährung der Schadensersatzansprüche

Das Containerschiff MS Patricia Schulte aus dem Lloyd Fonds 58 Flottenfonds VII ist insolvent. Mögliche Schadensersatzansprüche der Anleger könnten schon bald verjährt sein.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Ende März wurde das reguläre Insolvenzverfahren über die Gesellschaft der MS Patricia Schulte am Amtsgericht Niebüll eröffnet (Az.: 5 IN 121/15). Zusammen mit dem Tanker MT Hamburg Star bildete das Containerschiff die Investitionsobjekte für den als Dachfonds konzipierten Lloyd Flottenfonds VII. Anleger haben sich mit insgesamt rund 29 Millionen Euro und einer Mindestsumme von 15.000 Euro an dem Fonds beteiligt. Allerdings verlief diese Beteiligung für die Anleger nicht wunschgemäß. Ende 2012 benötigte die Fondsgesellschaft frisches Kapital.

Durch die Insolvenz der MS Patricia Schulte dürfte die wirtschaftliche Situation des Fonds nicht einfacher geworden sein. Zudem müssen Anleger damit rechnen, dass sie zur Rückzahlung erhaltener Ausschüttungen aufgefordert werden. Um drohende finanzielle Verluste abzuwenden, können sich die Anleger an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht versierten Rechtsanwalt wenden. Dieser kann u.a. prüfen, ob noch Ansprüche auf Schadensersatz geltend gemacht werden können. Dabei ist auch der Zeitpunkt des Fondsbeitritts zu beachten. Denn Anleger konnten sich seit 2005 an dem Fonds beteiligen und es gilt die zehnjährige Verjährungsfrist. Anleger müssen also dringend handeln, wenn sie mögliche Forderungen noch geltend machen möchten.

Ansatzpunkt für mögliche Schadensersatzansprüche kann eine fehlerhafte Anlageberatung sein. Erfahrungsgemäß wurden in den Beratungsgesprächen Beteiligungen an Schiffsfonds häufig als sichere und renditestarke Geldanlage dargestellt. Doch im Zuge der Finanzkrise 2008 gerieten zahlreiche Schiffsfonds in wirtschaftliche Schwierigkeiten, die nicht selten in der Insolvenz und mit hohen Verlusten für die Anleger endeten. Allerdings hätten die Anleger im Rahmen einer ordnungsgemäßen Anlageberatung auch umfassend über die Risiken aufgeklärt werden müssen. Obwohl für die Anleger das Risiko des Totalverlusts besteht, fand diese Risikoaufklärung häufig gar nicht oder nur unzureichend statt. Daraus können sich Schadensersatzansprüche ergeben.

Das gilt auch, wenn die vermittelnde Bank ihre teilweise hohen Provisionen, sog. Kick-Backs, verschwiegen hat.

Weitere Informationen unter: http://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht/faelle/lloyd-fonds-ag.html

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