03. Mai 16

MS E.R. Barcelona zahlungsunfähig: Erste Insolvenz in der Nordcapital Bulkerflotte

Die Beteiligung an dem Schiffsfonds Nordcapital Bulkerflotte 1 dürfte für die Anleger einen neuen Tiefpunkt erreicht haben. Mit dem MS E.R. Barcelona ist der erste Bulker aus dem Fonds insolvent.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Als im Jahr 2008 bereits die Finanzkrise aufzog, legte das Emissionshaus Nordcapital noch einen der größten Schiffsfonds auf. Der Fonds sollte in bis zu 12 Schiffe investierten und damit den Anlegern nicht nur Größe, sondern auch Sicherheit suggerieren. So beteiligten sich auch rund 5600 Anleger an dem Fonds und investierten dabei rund 174 Millionen US-Dollar. Doch die Investition zahlte sich nicht aus. Die acht Schiffe, in die der Fonds investiert, fuhren ihren Zielen deutlich hinterher. Nun muss auch die erste Insolvenz in der Flotte verkraftet werden. Das Amtsgericht Lüneburg hat am 11. April das vorläufige Insolvenzverfahren über die Gesellschaft der MS E.R. Barcelona eröffnet (Az.: 46 IN 33/16).

Für die Anleger dürfte damit ein neuer Tiefpunkt erreicht sein, nachdem ihre Beteiligung ohnehin enttäuschend verlaufen ist. Gründe dafür gibt es mehrere. So wie z.B. die Insolvenz eines koreanischen Reeders, der die meisten Schiffe der Flotte gechartert hatte. Aber auch die abflauende Konjunktur in Folge der Finanzkrise 2008 machte dem Fonds offensichtlich zu schaffen. Überkapazitäten, sinkende Nachfrage und sinkende Charterraten bereiteten Probleme. So musste 2011 auch ein Sanierungskonzept umgesetzt werden, bei dem die Anleger noch einmal rund 20 Millionen US-Dollar investierten. Eine nachhaltige Besserung der wirtschaftlichen Situation konnte aber nicht erreicht werden. Die Insolvenz der MS E.R. Barcelona kann auch als Signal gewertet werden, dass offenbar nach wie vor keine Erholung in Sicht ist.

Besorgte Anleger, die um ihr eingesetztes Kapital fürchten, können sich an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht versierten Rechtsanwalt wenden, der Ansprüche auf Schadensersatz prüfen kann. Diese können z.B. durch eine fehlerhafte Anlageberatung entstanden sein. Denn in den Anlageberatungsgesprächen hätten die Anleger umfassend über die Risiken ihrer Kapitalanlage informiert werden müssen. Hat die Bank die Risiken oder auch ihre Provisionen (Kick-Backs) verschwiegen, kann Schadensersatz geltend gemacht werden.

Weitere Informationen unter: http://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht/faelle/nordcapital-gmbh-schiffsfonds.html

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