12. Aug 16

Nordcapital Immobilienfonds Niederlande 8: Anleger stehen vor Verlusten

Der schwierige niederländische Immobilienmarkt bereitet verschiedenen Immobilienfonds Probleme. Auch der Nordcapital Immobilienfonds Niederlande 8 ist betroffen.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Bis 2011 verlief die Beteiligung für die Anleger an dem geschlossenen Immobilienfonds Nordcapital Niederlande 8 weitgehend problemlos. Doch dann setzten die Schwierigkeiten ein und die Auszahlungen blieben zumindest teilweise aus. Da der Fondsgesellschaft auch noch die finanzierende Bank im Nacken sitzt und die Darlehen Ende des Jahres fällig sind, wurde der Verkauf der Fondsimmobilien beschlossen. Ein Kaufinteressent ist allerdings inzwischen abgesprungen. Sollte kein Käufer gefunden werden, droht der Fondsgesellschaft wohl die Insolvenz. Das könnte für die Anleger, die sich mit einer Mindestsumme von 15.000 Euro beteiligen konnten, den Totalverlust ihrer Einlage bedeuten.

Nordcapital hatte den Immobilienfonds Niederlande 8 im Jahr 2006 aufgelegt. Die Fondsgesellschaft investierte in eine Büroimmobilie in Amsterdam. Die Anleger steuerten insgesamt rund 19,5 Millionen Euro bei, ca. 25 Millionen Euro wurden über Kredite finanziert. Die Probleme spitzten sich Ende des Jahres zu. Einer der Hauptmieter kündigte Ende 2015 fristgerecht den Mietvertrag. Das Gebäude hat nun einen Leerstand von rund 60 Prozent, berichtet „fonds professionell“ online. Dieser Leerstand könnte weiter wachsen, da ein weiterer Mieter seinen Vertrag gekündigt hat. Auch wenn dieser Vertrag noch bis 2020 läuft, wird die Immobilie für Kaufinteressenten dadurch nicht attraktiver. Sollte noch ein Käufer gefunden werden, würde der Verkaufserlös wohl in erster Linie dazu verwendet, die Verbindlichkeiten gegenüber der Bank zu bedienen. Für die Anleger bliebe wohl nichts übrig. Sollte tatsächlich die Insolvenz eintreten, müssen die Anleger mit dem Totalverlust ihrer Einlage und ggf. der Rückforderung erhaltener Ausschüttungen rechnen.

Um Verluste abzuwenden, können sich die Anleger an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht kompetenten Rechtsanwalt wenden. Dieser kann prüfen, ob Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können. Da sich die Anleger seit 2006 beteiligen konnten, droht allerdings die taggenaue zehnjährige Verjährung der Ansprüche. Damit die Verjährung nicht eintritt, sollten Anleger umgehend handeln.

Weitere Informationen unter: http://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht/immobilienfonds.html

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