13. Apr 16

Nordcapital MS Voge Master insolvent – Verjährung möglicher Schadensersatzansprüche droht

Anleger des insolventen Nordcapital Schiffsfonds MS Voge Master können noch Schadenersatzansprüche geltend machen. Allerdings könnten die Forderungen schon in Kürze verjähren.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Das Amtsgericht Hamburg hat wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung am 23. Februar 2016 das reguläre Insolvenzverfahren über die Fondsgesellschaft der MS Voge Master eröffnet (Az.: 67c IN 37/16). Für die Anleger des im Juli 2006 von Nordcapital aufgelegten Schiffsfonds kann das den Totalverlust ihrer Einlage bedeuten. Möglicherweise lebt auch die Außenhaftung der Gesellschafter wieder auf und Ausschüttungen könnten vom Insolvenzverwalter zurückgefordert werden.

Um sich gegen die finanziellen Verluste zu wehren, können sich die Anleger an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht versierten Rechtsanwalt wenden. Dieser kann prüfen, ob Ansprüche auf Schadensersatz geltend gemacht werden können. Da sich die Anleger seit Juli 2006 mit einer Mindestsumme von 15.000 Euro an dem Schiffsfonds Nordcapital MS Voge Master beteiligen konnten, sollten sie aber umgehend handeln. Denn mögliche Forderungen könnten schon in Kürze verjähren. Es gilt die taggenaue zehnjährige Verjährungsfrist.

Das Insolvenzverfahren ist für die Anleger der Tiefpunkt einer enttäuschend verlaufenden Beteiligung. Konnten in den Anfangsjahren noch die prospektierten Ausschüttungen erreicht werden, machte sich schon bald die Krise der Handelsschifffahrt bemerkbar. Der Fonds geriet in wirtschaftliche Schwierigkeiten und die Ausschüttungen blieben aus. 2012 musste schließlich ein Sanierungskonzept umgesetzt werden.

In den Anlageberatungsgesprächen wurde den Anlegern vermutlich ein ganz anderes Bild von der Entwicklung ihrer Kapitalanlage gezeichnet. Von sicheren und renditestarken Geldanlagen war in den Beratungsgesprächen häufig die Rede. Allerdings hätten im Zuge einer ordnungsgemäßen Anlageberatung auch die Risiken herausgestellt werden müssen. Dazu gehört insbesondere das Totalverlust-Risiko, das für die Anleger nun zur Realität werden könnte. Wurden die Risiken in den Beratungsgesprächen verschwiegen oder nur unzureichend dargestellt, kann das aber auch die Ansprüche auf Schadensersatz wegen einer fehlerhaften Anlageberatung begründen.

Ebenso hätten die vermittelnden Banken ihre Rückvergütungen offenlegen müssen. Wurden diese sog. Kick-Backs oder die Risiken verschwiegen, kann Schadensersatz geltend gemacht werden.

Weitere Informationen unter:

http://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht/faelle/nordcapital-gmbh-schiffsfonds.html

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