10. Jan 17

René Lezard Anleihe: Anleger sollen erneut über Zinsstundung und Kündigungsverzicht abstimmen

Anleger der René Lezard Anleihe hatten bereits Zinsen gestundet und auf bestimmte Kündigungsrechte verzichtet. Nun werden sie aufgefordert, diese Zugeständnisse noch weiter zu verlängern.

GRP Rainer Rechtsanwälte, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Schon im November 2016 hatten die Anleihe-Anleger der René Lezard GmbH zugestimmt, die ursprünglich am 26. November 2016 fällig gewesenen Zinsen bis zum 31. März 2017 zu stunden und bis zu diesem Termin auch auf bestimmte Kündigungsrechte zu verzichten. Nun soll die Zinsstundung und der Verzicht auf die bestimmten Kündigungsrechte bis zum 31. Mai 2017 verlängert werden. Die Anleihe-Gläubiger können bei einer Abstimmung ohne Versammlung vom 24. bis 27. Januar über die beabsichtigte Verlängerung abstimmen. Außerdem sollen dem gemeinsamen Vertreter weitere Rechte eingeräumt werden.

René Lezard hatte 2012 eine Mittelstandsanleihe mit einer fünfjährigen Laufzeit begeben (ISIN: DE000A1PGQR1 / WKN: A1PGQRE). Die Anleihe mit einem Emissionsvolumen von 15 Millionen Euro ist mit 7,25 jährlich verzinst und steht im November 2017 zur Rückzahlung an. Um das angeschlagene Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen, sind allerdings Änderungen bei den Anleihebedingungen verbunden mit erheblichen Einschnitten für die Anleger geplant.

Geplant ist im Rahmen des Restrukturierungsprozesses auch der Einstieg eines Finanzinvestors. Vollzug konnte die René Lezard GmbH noch nicht vermelden. Für die Anleger stellt sich weiterhin die Frage, ob eine nachhaltige Sanierung des Modeunternehmens in einem derzeit schwierigen Marktumfeld gelingen kann und wieviel sie von ihrem investierten Geld wiedersehen werden. Um den drohen finanziellen Verlusten entgegenzutreten, können sich die Anleger an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht kompetenten Rechtsanwalt wenden, der ihre rechtlichen Möglichkeiten prüfen kann.

Dabei kommt auch die Geltendmachung von Ansprüchen auf Schadensersatz in Betracht. Diese können zum Beispiel durch eine fehlerhafte Anlageberatung entstanden sein. Denn Anleger haben einen Anspruch auf eine ordnungsgemäße Anlageberatung. Dazu gehört unter anderem auch, dass die Risiken der Geldanlage umfassend erläutert werden müssen.

Weitere Informationen unter: https://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht/mittelstandsanleihen.html

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