06. Okt 16

René Lezard plant tiefe Einschnitte für die Anleger

Der Mode-Hersteller René Lezard will seine Finanzverbindlichkeiten neu ordnen. Dazu sind auch massive Änderungen der Anleihebedingungen geplant über die die Anleger abstimmen sollen.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Das Modeunternehmen René Lezard hat 2012 eine Mittelstandsanleihe mit einer fünfjährigen Laufzeit begeben (ISIN: DE000A1PGQR1 / WKN: A1PGQRE). Die Anleihe mit einem Emissionsvolumen von 15 Millionen Euro ist mit 7,25 jährlich verzinst und steht im November 2017 zur Rückzahlung an.

Wenn es nach den Plänen des Unternehmens geht, kommt es aber weder zur Zinszahlung am 26. November noch zur Rückzahlung in einem guten Jahr. Denn im Zuge eine Neuordnung der Finanzverbindlichkeiten sollen auch die Anleihebedingungen massiv geändert werden. René Lezard schlägt vor, dass die Anleger auf 40 Prozent des ausstehenden Nominalbetrags verzichten sollen und die Laufzeit der Anleihe bis 2050 (!) verlängert wird. Nicht nur auf die im November fälligen Zinsen sollen die Anleger verzichten, sondern die Schuldverschreibung soll bis 2025 zinsfrei bleiben. Ab 2026 sollen dann jeweils 5 Prozentpunkte mehr als der für die jeweilige Zinsperiode maßgebliche Euribor gezahlt werden. Außerdem bietet das Unternehmen kurzfristig eine Teilrückzahlung der Anleihe in Höhe von 35 Prozent an.

Darüber hinaus möchte das Unternehmen einen Investor an Bord holen und auch die Verbindlichkeiten gegenüber den Banken neu regeln. Die Anleihe-Anleger können zwischen dem 17. und 20. Oktober schriftlich über die geplanten Änderungen abstimmen. Ob durch die Neuordnung der Verbindlichkeiten eine nachhaltige Sanierung des Unternehmens in einem derzeit schwierigen Marktumfeld gelingt, ist ungewiss. Für die Anleger bedeuten die geplanten Änderungen aber, dass sie in den kommenden Jahren weder Zinsen noch die Rückzahlung der Anleihe erwarten können. Stattdessen stehen sie aber bis 2050 im Risiko. Vor diesem Hintergrund können sich die Anleger an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht kompetenten Rechtsanwalt wenden, der sie beraten und auch rechtliche Möglichkeiten aufzeigen kann. Diese können ggf. von der Kündigung bis zur Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen reichen.

Weitere Informationen unter: http://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht/mittelstandsanleihen.html

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