13. Sep 16

Schadensersatzansprüche im VW-Abgasskandal umgehend geltend machen

Der VW-Abgasskandal hat die Aktionäre getroffen. Wer noch Schadensersatzansprüche geltend machen möchte, sollte jetzt handeln. Die Verjährung der Forderungen könnte bald eintreten.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: VW-Aktionäre, die durch den Abgasskandal geschädigt wurden und noch Schadensersatzansprüche geltend machen möchten, sollten umgehend handeln. Bereits am 19. September könnten ihre Forderungen verjähren, wenn die kurze einjährige Verjährungsfrist zu Grunde gelegt wird.

Noch herrscht allerdings Unklarheit, ob die einjährige oder dreijährige Verjährungsfrist greift. Denn zum 10. Juli 2015 wurde das Kleinanlegerschutzgesetz dahingehend geändert, dass auch für Verletzungen der Ad-hoc-Pflichten eine dreijährige statt wie zuvor einjährige Verjährungsfrist gilt. Da es keine Übergangsregelung gibt, könnte es für alle Aktionäre, die die Wertpapiere vor dem 10. Juli 2015 gezeichnet haben, bedeuten, dass ihre Forderungen schon nach einem Jahr verjähren. Die Manipulationen an den Dieselmotoren in den USA wurden am 18. September 2015 bekannt. Da der 18. September in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, müssen entsprechende Schadensersatzklagen spätestens bis zum 19. September eingereicht sein – sonst könnten sie verjähren. Geschädigte VW-Aktionäre sollten dementsprechend umgehend handeln. Um ihre Forderungen zu wahren, können sie sich an im Aktienrecht kompetente Rechtsanwalte wenden.

Während in Deutschland die Verjährung der Forderungen droht, könnte die Vorstandsebene von Volkswagen durch einen Strafprozess wieder verstärkt unter Druck geraten. Vor Gericht muss sich ein VW-Ingenieur verantworten. Die Manipulationen an den Diesel-Motoren hat er bereits eingeräumt. Der Ingenieur gilt als wichtiger Kronzeuge. Der Prozess könnte für mehr Klarheit in der Frage sorgen, wer bei VW zu welchem Zeitpunkt in die Abgasmanipulationen eingeweiht war. Die Erkenntnisse dürften auch für die Staatsanwaltschaft Braunschweig interessant sein, die ebenfalls vor einigen Wochen Ermittlungen eingeleitet hat.

Die VW-Konzernspitze vertritt nach wie vor den Standpunkt, dass sie mit ihrer Ad-hoc-Mitteilung vom 22. September 2015 ihre Informationspflichten erfüllt hat. Sollte sie jedoch eher von den Manipulationen gewusst haben, hätte sie diese Informationen auch umgehend veröffentlichen müssen. Ansonsten dürfte VW sich gegenüber seinen Aktionären schadensersatzpflichtig gemacht haben.

Weitere Informationen unter:

https://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht.html

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