28. Dez 16

Schiffsfonds MS Conti Tansanit insolvent – Schadensersatzansprüche der Anleger

Der Schiffsfonds MS Conti Tansanit ist insolvent. Das vorläufige Insolvenzverfahren über die Schiffsgesellschaft wurde Anfang August am Amtsgericht Lüneburg eröffnet (Az.: 47 IN 66/16).

GRP Rainer Rechtsanwälte, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Die Handelsschifffahrt erlebte nach dem Ausbruch der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 einen Einbruch. Nachdem in den boomenden Jahren zuvor noch Überkapazitäten aufgebaut worden waren, ging die Nachfrage nun deutlich zurück. Da die erforderlichen Charterraten vielfach nicht mehr erreicht werden konnten, gerieten auch etliche Schiffsfonds in massive wirtschaftliche Schwierigkeiten, die nicht selten mit der Insolvenz der Fondsgesellschaft und hohen Verlusten für die Anleger endeten.

In dieses schwierige Marktumfeld wurde 2011 der Conti-Schiffsfonds MS Conti Tansanit platziert. Anleger konnten sich mit einer Mindestsumme von 25.000 Euro beteiligen. Die Hoffnungen auf eine renditestarke Geldanlage währten nicht lange. Nur etwa fünf Jahre später musste für die Schiffsgesellschaft Insolvenz angemeldet werden. Das AG Lüneburg hat das vorläufige Insolvenzverfahren über die Conti 178. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG MS Conti Tansanit am 11. August 2016 eröffnet (Az.: 47 IN 66/16). Nun müssen auch die Anleger dieses Schiffsfonds hohe finanzielle Verluste bis hin zum Totalverlust ihrer Einlage befürchten.

Allerdings können sich die Anleger gegen die drohen Verluste auch zur Wehr setzen. Dazu können sie sich an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht versierten Rechtsanwalt wenden. Dieser kann u.a. prüfen, ob Ansprüche auf Schadensersatz geltend gemacht werden können.

Grundlage für Schadensersatzansprüche kann eine fehlerhafte Anlageberatung sein. Denn die Anleger haben einen Anspruch auf eine anleger- und objektgerechte Beratung. Dazu gehört u.a., dass ihnen nur Kapitalanlagen empfohlen werden dürfen, die auch zu ihrem eigenen Risikoprofil passen. Das heißt, dass spekulative Geldanlagen wie Schiffsfonds für sicherheitsorientierte Anleger in der Regel nicht geeignet sind. Zudem hätten die Anleger auch über die Funktionsweise und die bestehenden Risiken eines Schiffsfonds umfassend aufgeklärt werden müssen. Besonders die Möglichkeit des Totalverlusts der Einlage wiegt schwer. Erfahrungsgemäß wurden die Risiken in den Beratungsgesprächen häufig nur unzureichend dargestellt, sodass Schadensersatzansprüche wegen Falschberatung entstanden sein können.

Weitere Informationen unter: https://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht/schiffsfonds.html

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