03. Mai 16

Steuerhinterziehung ab 50.000 Euro – Selbstanzeige schützt vor Haftstrafe

Schon bei einer Steuerhinterziehung ab 50.000 Euro kann eine Haftstrafe drohen. Die strafbefreiende Selbstanzeige kann für Betroffene nach wie vor der einzige Ausweg sein.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: In besonders schweren Fällen kann Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren führen. Ein besonders schwerer Fall liegt dann vor, wenn Steuern im großen Ausmaß hinterzogen wurden. Die Grenze für Steuerhinterziehung im großen Ausmaß hat der Bundesgerichtshof mit einer Entscheidung vom 27. Oktober 2015 deutlich gesenkt (Az.: 1 StR 373/15). Demnach liegt eine Steuerhinterziehung im großen Ausmaß schon bei einem Betrag ab 50.000 Euro vor. Zwar kommt es immer noch auf die Umstände des Einzelfalls an. Dennoch müssen Steuersünder nun deutlich eher damit rechnen, dass eine Geldstrafe nicht mehr ausreicht und eine Freiheitsstrafe verhängt wird.

Noch haben Betroffene aber die Möglichkeit, mit einer strafbefreienden Selbstanzeige eine Verurteilung wegen Steuerhinterziehung abzuwenden. Das kann allerdings nur gelingen, wenn die Selbstanzeige rechtzeitig gestellt wird, d.h. bevor die Steuerhinterziehung von den Behörden entdeckt wurde, und sie vollständig und fehlerfrei ist. Obwohl die Gefahr der Entdeckung durch verschiedene Maßnahmen, u.a. durch den automatischen Informationsaustausch von Finanzdaten ab 2017, weiter steigt, sollte eine Selbstanzeige daher immer äußerst gründlich und detailliert vorbereitet werden, damit sie wirken kann.

Für den Laien sind das hohe Hürden, die er ohne kompetente Hilfe kaum überspringen kann. Darum sollte er eine Selbstanzeige auch nicht im Alleingang verfassen oder auf vorgefertigte Musterformulare vertrauen. Die komplexen Vorgänge können so nicht erfasst werden. Die Folge: Die Selbstanzeige wird fehlerhaft und missglückt, so dass am Ende immer noch eine Verurteilung wegen Steuerhinterziehung stehen kann.

Damit das nicht passiert, sollten im Steuerrecht erfahrene Rechtsanwälte und Steuerberater hinzugezogen werden. Sie können die besonderen Gegebenheiten eines jeden Einzelfalls entsprechend würdigen und wissen, welche Unterlagen und Angaben die Selbstanzeige enthalten muss, damit sie strafbefreiend wirken kann.

Weitere Informationen unter: http://www.grprainer.com/rechtsberatung/steuerrecht/selbstanzeige.html

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