29. Nov 16

Steuerhinterziehung: EU-Parlament für automatischen Informationsaustausch - Selbstanzeige

Steuerhinterziehung soll innerhalb der EU noch stärker bekämpft werden. Wer noch unversteuerte Einkünfte vor dem Fiskus verbirgt, kann immer noch eine strafbefreiende Selbstanzeige stellen.

GRP Rainer Rechtsanwälte, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Die Steuerbehörden innerhalb der Europäischen Union sollen künftig einfacher Finanzdaten austauschen können. Das Europäische Parlament hat vor wenigen Tagen einen Vorschlag angenommen, der es den Finanzbehörden der Mitgliedsstaaten ermöglichen soll, Daten über Kontoinhaber automatisch auszutauschen. Die Finanzämter sollen demnach Zugang zu Informationen über die Eigentümer von Bankkonten erhalten und diese innerhalb der EU austauschen können.

Für Steuersünder, die nach wie vor unversteuerte Einkünfte auf Auslandskonten verbergen, steigt damit die Gefahr, dass die Steuerhinterziehung entdeckt wird. Noch besteht die Möglichkeit, eine strafbefreiende Selbstanzeige zu stellen. Dies ist aber nur dann noch möglich, wenn die Tat noch nicht von den Behörden entdeckt wurde. Außerdem muss die Selbstanzeige nicht nur rechtzeitig gestellt werden, sondern auch vollständig und fehlerfrei sein, damit sie strafbefreiend wirken kann. Daher muss sie immer mit äußerster Gründlichkeit vorbereitet werden.

Denn für den Laien sind die hohen Anforderungen an eine strafbefreiende Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung kaum zu erfüllen. Darum sollte es auch nicht auf eigene Faust oder mit Hilfe von Musterformularen versucht werden. Die komplexen Vorgänge können auf diese Weise kaum erfasst werden und Fehler sind schon fast vorprogrammiert. In der Konsequenz führen diese dann zum Scheitern der Selbstanzeige.

Damit das nicht passiert, sollten im Steuerrecht erfahrene Rechtsanwälte und Steuerberater mit der Selbstanzeige betraut werden. Sie können die spezifischen Gegebenheiten eines jeden Einzelfalls detailliert erfassen und wissen, welche Angaben und Unterlagen die Selbstanzeige enthalten muss, damit sie am Ende auch strafbefreiend wirken kann. Eine vertrauensvolle und diskrete Zusammenarbeit mit dem Mandanten ist dabei eine Selbstverständlichkeit.

Nach einer erfolgreichen Selbstanzeige drohen bei einer Hinterziehungssumme von bis zu 25.000 Euro keine weiteren Sanktionen mehr. Bei höheren Beträgen wird vom Fiskus ein gestaffelter Strafzuschlag erhoben.

Weitere Informationen unter: https://www.grprainer.com/rechtsberatung/steuerrecht/selbstanzeige.html

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