19. Jul 16

Steuerhinterziehung: Steigendes Risiko – Selbstanzeige alternativlos

Die Zahlen sind zwar rückläufig, dennoch trudeln immer noch Selbstanzeigen wegen Steuerhinterziehung bei den zuständigen Finanzämtern in Nordrhein-Westfalen ein.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Finanzministeriums sind im ersten Halbjahr 2016 noch 410 Selbstanzeigen wegen Steuerhinterziehung eingegangen. In den Vorjahren war diese Zahl noch deutlich höher. Seit 2010 sind in NRW insgesamt fast 23.000 Selbstanzeigen gezählt worden. Die rückläufige Zahl wird u.a. damit erklärt, dass die Anforderungen an die strafbefreiende Selbstanzeige seit 2015 deutlich gestiegen sind.

Dennoch ist die strafbefreiende Selbstanzeige für Steuersünder nach wie vor der einzige Weg, in die Steuerehrlichkeit zurückzukehren und einer Strafverfolgung und drohenden Verurteilung zu entgehen. Zumal das Risiko, dass die Steuerhinterziehung von den Behörden entdeckt wird, deutlich gestiegen ist und weiter steigen wird. Inzwischen werden nicht nur sog. Steuer-CDs angekauft. Auch ehemalige Steueroasen und Banken zeigen sich zunehmend kooperationsbereit. Im kommenden Jahr beginnt außerdem der automatische Informationsaustausch von Finanzdaten. Dann wird es immer schwieriger, unversteuerte Kapitaleinkünfte auf Auslandskonten vor dem Fiskus zu verbergen. Die strafbefreiende Selbstanzeige ist aber nur dann möglich, wenn die Steuerhinterziehung noch nicht von den Behörden entdeckt wurde.

Die Zeit für die Selbstanzeige wird also langsam knapp. Dennoch sollte sie kein „Schnellschuss“ sein. Denn die Selbstanzeige muss nicht nur rechtzeitig gestellt werden, sie muss auch vollständig und fehlerfrei sein, um strafbefreiend wirken zu können. Die hohen Anforderungen des Gesetzgebers sind von einem Laien allerdings kaum zu erfüllen. Darum sollte eine Selbstanzeige auch nicht auf eigene Faust oder mit Hilfe von Musterformularen verfasst werden. Die komplexen Vorgänge lassen sich so nicht erfassen. Fehler sind dann quasi schon vorprogrammiert und in der Konsequenz misslingt die Selbstanzeige.

Damit das nicht passiert, sollte auf die kompetente Hilfe von im Steuerrecht erfahrenen Rechtsanwälten und Steuerberatern vertraut werden. Sie wissen, welche Angaben die Selbstanzeige enthalten muss und können sie so verfassen, dass sie strafbefreiend wirkt.

Weitere Informationen unter: http://www.grprainer.com/rechtsberatung/steuerrecht/selbstanzeige.html

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