11. Jul 16

VW Abgasskandal: Drohende Verjährung der Schadensersatzansprüche

VW-Aktionäre, die aufgrund des Abgasskandals Schadensersatzansprüche geltend machen wollen, sollten handeln. Die Forderungen könnten schon im September verjähren.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Als der Skandal um manipulierte Dieselfahrzeuge in den USA im September vergangenen Jahres publik wurde, stürzte die VW-Aktie regelrecht ab. Auf dem erlittenen Schaden müssen die VW-Aktionäre nicht zwangsläufig sitzen bleiben, da Volkswagen seinen Mitteilungspflichten möglicherweise zu spät nachgekommen ist und sich dadurch schadensersatzpflichtig gemacht haben könnte.

Aktionäre, die ihre Ansprüche auf Schadensersatz noch geltend machen wollen, sollten aber jetzt handeln. Denn noch ist nicht klar, ob die Gerichte eine einjährige oder dreijährige Verjährungsfrist zu Grunde legen. Das bedeutet, dass die Forderungen möglicherweise schon am 18. September 2016 verjährt sein könnten. Um den Eintritt der Verjährung zu verhindern, müssen die Ansprüche rechtzeitig geltend gemacht werden bzw. verjährungshemmende Maßnahmen ergriffen werden.

Auch wenn das Landgericht Braunschweig inzwischen den Weg für ein Musterverfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz, kurz KapMuG-Verfahren, geebnet hat, ist derzeit nicht davon auszugehen, dass das Musterverfahren noch vor dem 18. September 2016, und damit vor dem Eintritt der möglichen Verjährung, eröffnet wird. Schadensersatzforderungen müssen also auch dringend vor dem Beginn des Musterverfahrens geltend gemacht werden. Um ihre Interessen zu wahren und durchzusetzen, können sich die VW-Aktionäre an im Aktienrecht kompetente Rechtsanwälte wenden.

Im Mittelpunkt steht nach wie vor die Frage, ob VW seine Aktionäre rechtzeitig über die Abgasmanipulationen informiert hat. Nach dem Wertpapierhandelsgesetz müssen Insiderinformationen, die den Kurs der Aktie nachhaltig beeinflussen können, umgehend im Wege einer Ad-hoc-Mitteilung veröffentlicht werden. Dieser Informationspflicht ist Volkswagen offenbar nicht nachgekommen und dürfte sich damit schadensersatzpflichtig gemacht haben. Die Anzeichen, dass die Konzernspitze schon früher über die Manipulationen bei Dieselfahrzeugen informiert war, haben sich zuletzt verdichtet. Nach einer Anzeige der Finanzaufsicht BaFin ermittelt inzwischen auch die Staatsanwaltschaft Braunschweig wegen des Anfangsverdachts der Marktmanipulation.

Weitere Informationen unter:

https://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht.html

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