08. Nov 16

VW-Abgasskandal: Staatsanwaltschaft ermittelt auch gegen Aufsichtsratschef

Die Untersuchungen im VW-Abgasskandal weiten sich aus. Nun wird auch gegen den Aufsichtsratschef wegen des Verdachts der Marktmanipulation ermittelt. VW weist die Vorwürfe zurück.

GRP Rainer Rechtsanwälte, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Seit mehr als einem Jahr ist der VW-Konzern wegen Abgasmanipulationen an Diesel-Motoren in den Schlagzeilen. Nach einer Anzeige der Finanzaufsicht BaFin ermittelt auch die Staatsanwaltschaft Braunschweig. Im Zuge dieser Ermittlungen ist nun auch der VW-Aufsichtsratschef ins Blickfeld geraten. Es geht um den Verdacht von Marktmanipulation zu der Zeit als dieser noch Finanzvorstand des Konzerns war. Volkswagen weist alle Vorwürfe zurück.

Im Zentrum steht die zentrale Frage, ob Volkswagen die Aktionäre zu spät über den Abgasskandal informiert hat. In diesem Zusammenhang wird auch schon gegen andere Führungskräfte des Konzerns ermittelt. In Wolfsburg wird allerdings weiter die Auffassung vertreten, dass kein Verstoß gegen die Informationspflichten vorliegt. Diese Frage wird wohl erst im Musterverfahren, das vermutlich noch in diesem Jahr beginnt, beantwortet werden. Sollte der VW-Konzern gegen seine Informationspflichten und damit gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen haben, haben die Aktionäre, die in Folge des Abgasskandals erhebliche Kursverluste bei ihren Wertpapieren hinnehmen mussten, Anspruch auf Schadensersatz.

Unterdessen gerät auch die VW-Tochter Audi weiter unter Druck. Nach einem Bericht der „Bild am Sonntag“ soll die Umweltbehörde Carb in den USA eine weitere illegale Softwarefunktion bei einem Audi mit V6-Motor und einem bestimmten Automatik-Getriebe entdeckt haben. Mit Hilfe dieser Software sollen CO2-Werte manipuliert werden können. Dem Bericht zu Folge erkennt die Software, ob sich das Fahrzeug auf einem Prüfstand befindet. Die Software soll auch in Europa bei Diesel- und Benzinmotoren verwendet worden sein.

Die durch den Abgasskandal geschädigten Aktionäre haben nach wie vor die Möglichkeit, Ansprüche auf Schadensersatz geltend zu machen oder sich dem Musterverfahren anzuschließen. Zur Wahrung und Durchsetzung ihrer Interessen können sie sich an im Aktienrecht kompetente Rechtsanwälte wenden.

Weitere Informationen unter:

https://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht.html

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