10. Nov 16

Wöhrl AG: Zweite Gläubigerversammlung am 28. November

Erwartungsgemäß war die Abstimmung ohne Versammlung der Rudolf Wöhrl AG nicht beschlussfähig. Am 28. November soll bei der zweiten Anleihegläubigerversammlung ein neuer Anlauf genommen werden.

GRP Rainer Rechtsanwälte, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Die Rudolf Wöhrl AG hatte Anfang September Insolvenzantrag gestellt und ein Schutzschirmverfahren beantragt. Anfang November sollten die Anleihegläubiger bei einer Abstimmung ohne Versammlung einen gemeinsamen Vertreter wählen. Aufgrund der geringen Beteiligung konnte kein Beschluss erzielt werden. Das soll nun bei einer Präsenzveranstaltung nachgeholt werden. Am 28. November soll die zweite Anleihegläubigerversammlung in Nürnberg stattfinden.

Diese Versammlung ist schon bei einer einfachen Mehrheit der vertretenen Schuldverschreibungen beschlussfähig. Für die Anleger ist dies daher ein wichtiger Termin. Allerdings hat das Modeunternehmen nach wie vor noch keine detaillierteren Informationen zu den geplanten Sanierungsmaßnahmen mitgeteilt. Das macht die Abstimmung für die Anleger schwierig, da sie nach wie vor im Unklaren gelassen werden, welche Forderungen im Zuge der Restrukturierung auf sie zukommen werden und ob sie ihre Interessen dann durch den vorgeschlagenen gemeinsamen Vertreter entsprechend vertreten sehen. Um ihre Interessen zu wahren und finanziellen Verlusten vorzubeugen, können sich die Anleger an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht kompetenten Rechtsanwalt wenden.

Im Schutzschirmverfahren hat die Wöhrl AG drei Monate Zeit, das Unternehmen wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen. Damit dies gelingt, wurden in vergleichbaren Fällen auch Zugeständnisse von den Anlegern erwartet. Denkbar ist beispielsweise ein teilweiser Zinsverzicht, eine Senkung des Zinssatzes oder eine Verlängerung der Laufzeit der Anleihe. Derartige Maßnahmen bedeuten für die Anleger häufig auch finanzielle Verluste. Zumal auch nicht gesichert ist, ob eine nachhaltige Sanierung überhaupt gelingt. Möglich ist auch, dass das Schutzschirmverfahren nach drei Monaten in einem regulären Insolvenzverfahren mündet. Auch dann müssen die Anleger finanzielle Verluste befürchten.

Um sich für alle Fälle zu wappnen, können die Anleger ihre rechtlichen Möglichkeiten prüfen lassen. Dazu kann auch die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen zählen. Diese können z.B. durch eine fehlerhafte Anlageberatung entstanden sein.

Weitere Informationen unter: https://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht/mittelstandsanleihen.html

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