25. Apr 16

Zahl der Selbstanzeigen wegen Steuerhinterziehung wird vermutlich wieder steigen

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Selbstanzeigen wegen Steuerhinterziehung deutlich gesunken. Im Zuge der Panama Papers rechnen Experten aber wieder mit einem spürbaren Anstieg.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Wie das Magazin der „Stern“ berichtet, sind im ersten Quartal 2016 rund 1270 Selbstanzeigen wegen Steuerhinterziehung eingegangen. Das ist zwar ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Die hohe Zahl der Selbstanzeigen Anfang 2015 sei aber auch darauf zurückzuführen, dass die Bedingungen für die strafbefreiende Selbstanzeige verschärft wurden. Daher hätten viele Steuersünder noch Ende 2014 eine Selbstanzeige gestellt, so dass es zu einem Überhang gekommen sei.

Einen ähnlichen Effekt wie die Verschärfung der Regeln für die Selbstanzeige könnten nun auch die Enthüllungen der sog. Panama Papers haben. Mehrere Finanzminister der Länder gehen davon aus, dass das Risiko der Tatentdeckung nun wieder deutlich in den Köpfen der Steuersünder steckt und die Selbstanzeige der letzte Ausweg ist, um in die Steuerehrlichkeit zurückzukehren und einer drohenden Verurteilung zu entgehen. Denn den Betroffenen werde mehr und mehr bewusst, dass es kaum noch möglich sei, unversteuerte Einkünfte im Ausland vor dem deutschen Fiskus zu verbergen.

Die Selbstanzeigen in diesem Jahr betreffen in erster Linie Kapitalanlagen in der Schweiz, Österreich oder Liechtenstein. Gut möglich, dass künftig weitere Steueroasen hinzukommen. Zumal 2017 auch der automatische Informationsaustausch von Finanzdaten, an dem sich bislang schon rund 90 Staaten beteiligen wollen, beginnt.

Wer noch eine Selbstanzeige stellten möchte, muss dies rechtzeitig tun, also bevor die Tat durch die Behörden entdeckt wurde. Außerdem muss die Selbstanzeige vollständig und fehlerfrei sein, damit sie strafbefreiend wirken kann. Für den Laien sind die hohen Anforderungen des Gesetzgebers allerdings kaum zu erfüllen. Daher sollte eine Selbstanzeige auch nicht im Alleingang oder mit Hilfe von Musterformularen erstellt werden. Das Risiko, dass dabei Fehler unterlaufen und die Selbstanzeige misslingt, ist groß.

Sicherer ist es, im Steuerrecht erfahrene Rechtsanwälte und Steuerberater zu beauftragen, die jeden Einzelfall individuell beurteilen und die Selbstanzeige so verfassen können, dass sie strafbefreiend wirkt.

Weitere Informationen unter:

http://www.grprainer.com/rechtsberatung/steuerrecht/selbstanzeige.html

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