Accessio AG DAB Bank

Als Finanzholding wurde die Driver & Bengsch AG, später Accessio AG,  im Jahr 2005 gegründet. Zu ihrem Portfolio gehörten verschiedene Finanzdienstleistungen, die durch Tochterfirmen erbracht wurden. Das Wertpapierhandelshaus Driver & Bengsch  AG (später Accessio Wertpapierhandelshaus AG) übernahm dabei die Kundenbetreuung.

Diese wurden u.a. mit attraktiven Tagesgeldkonten, die Zinsen über dem marktüblichen Satz boten, gelockt. Diese Konten waren meist bei der DAB Bank AG. Nach Ablauf der Zinsbindung erhielten die Kunden Anrufe, ihr Geld in andere Finanzprodukte, zumeist hochriskante Anleihen und Genussscheine, zu stecken. Allerdings wurden die Kunden dabei offenbar weder über die Risiken aufgeklärt noch über die Innenprovisionen informiert. Ihr Geld floss in ein unübersichtliches Firmengeflecht, das oft auch mit der Accessio verbunden war.

2008 häuften sich die negativen Schlagzeilen über Accessio, da immer mehr Kunden sich betrogen fühlten. 2009 wollte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) der Accessio daraufhin die Erlaubnis für Finanzdienstleistungen entziehen, wurde aber vom Verwaltungsgericht Frankfurt gestoppt.

Ein Jahr später gab die Accessio die Erlaubnis zurück und meldete Insolvenz an. So wie schon viele Unternehmen, in die das Anleger-Geld investiert wurde, zuvor. Für die rund 40.000 Anleger ein finanzielles Desaster. Der Gesamtschaden soll sich auf mehr als 300 Millionen Euro belaufen.

Die Rolle der DAB Bank

Nach der Insolvenz der Accessio AG gab es für die Anleger kaum etwas zu holen. Undurchsichtig ist aber die Rolle der DAB Bank. Die meisten Tagesgeldkonten wurden bei der Direktbank eingerichtet. Verbunden war dies in der Regel mit einem Depotkonto, über das die Wertpapiergeschäfte abgewickelt wurden.

Der BGH entschied am 19. März 2013 (Az.: XI ZR 431/11) das eine Schadensersatzpflicht der DAB Bank zumindest nicht auszuschließen sei. Zwar habe es zwischen der Bank und den Anlegern keinen Anlageberatungsvertrag gegeben und auch zur Überprüfung sei die DAB nicht verpflichtet gewesen. Aber: Die Direktbank könnte gegen ihre Warnpflicht verstoßen haben, wenn sie von der Fehlberatung wusste oder diese aufgrund von massiven Verdachtsmomenten objektiv evident ist und die Bank davor bewusst die Augen verschlossen und die Anleger nicht gewarnt hat.

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