Axa Immosolutions

Der offene Immobilienfonds startete im Oktober 2006 und investierte überwiegend in Immobilien in Europa. Wie viele andere offene Immobilienfonds auch, geriet er im Zuge der Finanzkrise in massive wirtschaftliche Schwierigkeiten.

Zu viele Anleger wollten ihre Anteile zurückgeben. Dazu reichte die Liquidität des Fonds nicht aus. In der Folge wurde die Rücknahme der Anteile im Mai 2010 ausgesetzt und der Fonds geschlossen. Eine Wiedereröffnung fand nicht statt. Zwei Jahre nach der Schließung wurde im Mai 2012 beschlossen, den Axa Immosolutions aufzulösen. Noch bis zum 11. Mai 2015 wird er abgewickelt.

In dieser Zeit kann das Fondsmanagement die Immobilien verkaufen. Die Anleger erhalten aus den Erlösen halbjährlich Ausschüttungen. Wie hoch die Ausschüttungen ausfallen, ist maßgeblich von den erzielten Verkaufspreisen abhängig. In der Regel müssen die Anleger aber mit erheblichen Verlusten rechnen, da Immobilien in solchen Situationen oft unter ihrem eigentlichen Verkehrswert verkauft werden.

Enttäuschte Anleger können aber auch Schadensersatzansprüche geltend machen. Offene Immobilienfonds wie der Axa Immosolutions wurden von den vermittelnden Banken und Anlageberatern häufig als sehr sichere Kapitalanlage beworben, die auch zur Altersvorsorge geeignet sei. Die Risiken bei offenen Immobilienfonds wurden hingegen verschwiegen. Zu diesen Risiken zählt u.a. die Möglichkeit der Aussetzung der Anteilsrücknahme und den Fonds zwei Jahre zu schließen. In diesem Zeitraum können die Anleger ihre Anteile nicht wieder zurückgeben. Obwohl diese Möglichkeit häufig ein wichtiges Kriterium für die Kaufentscheidung war. Solch eine fehlerhafte Anlageberatung kann den Anspruch auf Schadenersatz auslösen.

Dies wird auch durch die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs untermauert: Der BGH hat mit Urteil vom 29.04.2014 (Az. XI ZR 477/12 u.a.) entschieden, dass Banken Schadenersatz zahlen müssen, wenn sie bei Beratungen zu offenen Immobilienfonds verschweigen, dass die Fonds zeitweise geschlossen werden können und Anleger dann nicht an ihr Geld kommen. Diese Beratungspflicht gilt auch für Verträge, die bereits vor der Finanzkrise von 2008 geschlossen wurden.

Allerdings muss immer im Einzelfall geprüft werden, ob die Bank ihre Aufklärungspflicht verletzt hat und Schadensersatz geltend gemacht werden kann.

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