DWS ImmoFlex Vermögensmandat

Der Dachfonds DWS Immoflex Vermögensmandat investierte nach eigenen Angaben rund 51 Prozent des Fondsvermögens in offene Immobilienfonds. Der überwiegende Anteil mit zirka 40 Prozent floss in die offenen Immobilienfonds SEB Immoinvest und CS Euroreal. Beide Fonds befinden sich schon seit längerer Zeit in der Abwicklung.

Auch den anderen offenen Immobilienfonds, in die der DWS Immoflex Vermögensmandat investierte, erging es nicht besser. So wurde der Dachfonds in die schwere Krise der offenen Immobilienfonds hineingezogen. Als die Fondsgesellschaft feststellte, dass die liquiden Mittel nicht ausreichen werden, um die Rückgabewünsche der Anleger zu erfüllen, wurde der Fonds geschlossen und auch nicht mehr eröffnet.

Ursprünglich sollte der Fonds bis April 2015 aufgelöst werden. Dieser Zeitraum wurde inzwischen um drei Jahre bis April 2018 verlängert. Das Verwaltungsrecht ging zum 2. Oktober 2013 auf die Depotbank State Street Bank über.

Während der Abwicklungsphase erhalten die Anleger turnusmäßig Ausschüttungen. Dabei müssen sie aber in der Regel erhebliche finanzielle Einbußen hinnehmen.

Allerdings können die die geschädigten Anleger auch Schadensersatzansprüche geltend machen. Ansatzpunkt hierfür kann eine fehlerhafte Anlageberatung sein. Denn die Anleger hätten über die Risiken im Zusammenhang mit ihrer Investition aufgeklärt werden müssen. Zu diesen Risiken zählt insbesondere die Möglichkeit der Schließung des Fonds. Denn für viele Anleger war die jederzeitige Rückgabe ihrer Anteile ein Hauptgrund, in den DWS Immoflex Vermögensmandat zu investieren.

Dies wird auch durch die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs untermauert. Der BGH hat mit Urteil vom 29.04.2014 (Az. XI ZR 477/12 u.a.) entschieden, dass Banken Schadenersatz zahlen müssen, wenn sie bei Beratungen zu offenen Immobilienfonds verschweigen, dass die Fonds zeitweise geschlossen werden können und Anleger dann nicht an ihr Geld kommen. Diese Beratungspflicht gilt auch für Verträge, die bereits vor der Finanzkrise von 2008 geschlossen wurden.

Zwar ist der DWS Immoflex Vermögensmandat kein offener Immobilienfonds, aber auch für den Dachfonds trafen vergleichbare Regelungen hinsichtlich der Aussetzung der Anteilsrücknahme zu. Daher lässt sich unseres Erachtens dieses BGH-Urteil auch beim DWS Immoflex Vermögensmandat anwenden.

Allerdings muss immer im Einzelfall geprüft werden, ob die Bank ihre Aufklärungspflicht verletzt hat und Schadensersatz geltend gemacht werden kann.

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