Future Business KGaA FuBus

Die Future Business KGaA, kurz FuBus, stellte am 14. November 2013 Insolvenzantrag. Das Amtsgericht Dresden hat das Insolvenzverfahren am 1. April 2014 über das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen eröffnet.

Die FuBus hatte sich auf Kapitalanlagen auf Basis von Unternehmensanleihen und Genussrechten spezialisiert. Die Future Business KGaA ist die Muttergesellschaft der sog. FuBus Gruppe. Dazu gehören mehr als 20 Gesellschaften. Diese tragen im Firmennamen auch häufig den Namen Infinus. Dadurch wird auch von der Infinus-Gruppe gesprochen. Inzwischen mussten eine ganze Reihe der Gesellschaften Insolvenzantrag stellen.

Im November 2013 fand eine groß angelegte Razzia in den Räumen der FuBus und der Tochtergesellschaft Infinus AG statt. Die Behörden ermitteln wegen Betrugsverdacht und Schädigung von Anlegern und Investoren. Insgesamt sollen rund 25.000 Personen betroffen sein und es sich um ein Anlagevolumen von ca. 400 Millionen Euro handeln. Anleger befürchten enorme finanzielle Verluste.

Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens müssen die betroffenen Anleger nun zunächst ihre Forderungen zur Insolvenztabelle form- und fristgerecht beim Insolvenzverwalter anmelden. Die Frist für die Anmeldung wurde bis zum 2. Dezember 2014 verlängert. Ob allerdings ausreichend Masse vorhanden ist, um die Forderungen aller Gläubiger zu bedienen, ist mehr als zweifelhaft. Dabei wird zwischen Gläubigern der Orderschuldverschreibungen, der Genussrechte und der Nachrangdarlehen unterschieden.

FuBus Orderschuldverschreibungen

Die Gläubiger der Orderschuldverschreibungen (OSV) können mit einer gewissen Insolvenzquote rechnen. Nach derzeitigem Stand geht der Insolvenzverwalter von einer Quote in Höhe von ca. 20 Prozent aus. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass auch die Forderungen der Genussrechte-Inhaber inzwischen als erstrangig angesehen werden. Dadurch könnte für die OSV-Gläubiger weniger aus der Insolvenzmasse übrig bleiben.

FuBus Genussrechte

Ursprünglich drohten die Genussrechte-Gläubiger im Insolvenzverfahren leer auszugehen, da ihre Forderungen als nachrangig galten. Inzwischen hat der Insolvenzverwalter angekündigt, die Forderungen als erstrangig zu betrachten und entsprechend zu behandeln. Dann dürften die Genussrechte-Inhaber immerhin auf eine gewisse Quote im Insolvenzverfahren hoffen. Wie hoch diese Insolvenzquote ausfallen wird, ist derzeit noch offen.

FuBus Nachrangdarlehen

Die Gläubiger der Nachrangdarlehen haben die schlechtesten Karten im Insolvenzverfahren. Ihre Forderungen werden als nachrangig betrachtet, d.h. vor ihnen werden die Forderungen der erstrangigen Gläubiger bedient. Nach derzeitigem Stand muss davon ausgegangen werden, dass die Gläubiger der Nachrangdarlehen leer ausgehen werden. Es sei denn, sie können Ansprüche wegen betrugsbedingter Schäden gegen die FuBus stellen. Dann würden ihre Ansprüche im Insolvenzverfahren wie andere Forderungen auch berücksichtigt.

Aufgrund der Komplexität des Falles ist damit zu rechnen, dass sich das Insolvenzverfahren über einen langen Zeitraum hinziehen wird.

Möglichkeiten der Anleger

Gleichgültig ob die Anleger in Orderschuldverschreibungen, Genussrechte oder Nachrangdarlehen investiert haben – sie müssen mit erheblichen finanziellen Verlusten rechnen. Denn es ist nicht davon auszugehen, dass ausreichend Insolvenzmasse vorhanden ist, um alle Forderungen zu bedienen. Daher sollten die geschädigten Anleger auch nicht nur auf das Insolvenzverfahren hoffen, sondern auch ihre Ansprüche auf Schadensersatz prüfen lassen. Dies kann auch erfolgversprechender sein. Schadensersatzansprüche können schon geltend gemacht werden, während das Insolvenzverfahren noch läuft. Da auch Verjährung eintreten könnte, sollten die Schadensersatzansprüche möglichst umgehend geltend gemacht werden.

Ein Ansatzpunkt für den Anspruch auf Schadensersatz kann eine fehlerhafte Anlageberatung sein. Denn die Anlageberater wären im Zuge einer anleger- und objektgerechten Beratung zu einer umfänglichen Risikoaufklärung verpflichtet gewesen. Ob gegen diese Beratungspflicht verstoßen wurde, muss im Einzelfall geprüft werden.

Sollten die Verkaufsprospekte unvollständig sein oder falsche bzw. irreführende Angaben enthalten, können auch Schadensersatzansprüche aus Prospekthaftung geltend gemacht werden. Mit Hinblick auf die kurzen Verjährungsfristen sollten Sie unverzüglich handeln.

Sollten sich die Betrugsvorwürfe gegen Verantwortliche der Future Business KGaA bestätigen, kommen noch weitere rechtliche Möglichkeiten in Betracht.

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