HSSB Vermögensbildungsfonds AMI

Die AmpegaGerling Investment GmbH legte die Mischfonds HSSB Vermögensbildungsfonds I AMI P und HSSB Vermögensbildungsfonds II AMI P auf. Beide Fonds investierten einen großen Teil der Anlegergelder in offene Immobilienfonds.

Als viele offene Immobilienfonds in die Krise gerieten, zum Teil geschlossen wurden und abgewickelt werden, blieben in der Folge auch die Mischfonds davon nicht verschont. Beide setzten im Sommer 2012 die Rücknahme der Anteilsscheine aus und mussten schließen. Für die Anleger ist dies in der Regel mit erheblichen finanziellen Verlusten verbunden.

Allerdings müssen die Anleger nicht zwangsläufig auf dem finanziellen Schaden sitzen bleiben. Eine mögliche Falschberatung kann beispielsweise den Anspruch auf Schadensersatz auslösen. So hätten die Anleger über die Risiken und die Funktionsweise der Mischfonds aufgeklärt werden müssen. Zu diesen Risiken zählt auch, dass die Fondsgesellschaft die Rücknahme der Anteilsscheine aussetzen und der Fonds geschlossen werden kann. Für die Anleger heißt das, dass ihr Geld nicht jederzeit verfügbar ist. Auch hätten die Anleger über Rückvergütungen, die die Bank für die Vermittlung erhalten hat, aufgeklärt werden müssen. Nach Rechtsprechung des BGH löst das Verschweigen dieser so genannten Kick-Back-Zahlungen ebenfalls den Anspruch auf Schadensersatz aus.

Aktuell hat der BGH mit einem Urteil zu offenen Immobilienfonds erklärt, dass vermittelnde Banken auf das Schließungsrisiko offener Immobilienfonds hinweisen müssen.

BGH Urteil vom 29.04.2014: Schadenersatz bei fehlender Aufklärung über Schließungsmöglichkeit

Der Bundesgerichtshof BGH hat mit Urteil vom 29.04.2014 ( Az. XI ZR 477/12 u.a.) entschieden, dass Banken Schadenersatz zahlen müssen, wenn sie bei Beratungen zu offenen Immobilienfonds verschweigen, dass die Fonds zeitweise geschlossen werden können und Anleger dann nicht an ihr Geld kommen. Diese Beratungspflicht gilt auch für Verträge, die bereits vor der Finanzkrise von 2008 geschlossen wurden.

Inwieweit sich diese Rechtsprechung auch auf Mischfonds wie die HSSB Vermögensbildungsfonds anwenden lässt und ob eine fehlerhafte Anlageberatung vorlag, muss im Einzelfall geprüft werden. Die Chancen, Schadensersatzansprüche durchsetzen zu können, dürften aber deutlich gestiegen sein. Daher sollten sich geschädigte Anleger von einem im Bank- und Kapitalmarktrecht erfahrenen Rechtsanwalt beraten lassen.

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