UBS Euroinvest Immobilien

Bereits zum zweiten Mal hat der offene Immobilienfonds UBS Euroinvest Immobilien die Rücknahme der Anteilsscheine ausgesetzt. Zum ersten Mal musste er im Zuge der Finanzkrise 2008 geschlossen werden. Anders als viele andere offene Immobilienfonds blieb ihm aber die Liquidation erspart und er konnte wiedereröffnet werden. Doch 2014 geriet der Fonds erneut in Schwierigkeiten und setzte die Rücknahme der Anteilsscheine mit Wirkung zum 4. Juli vorübergehend für einen Zeitraum von zwölf Monaten aus. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der Fonds nach Ablauf dieser Zeit die Rücknahme wieder aufnehmen wird.

Der offene Immobilienfonds UBS Euroinvest Immobilien wurde am 28. September 1999 aufgelegt und investiert vorwiegend in Gewerbeimmobilien in deutschen und europäischen Metropolen. Die teils schwierigen Immobilienmärkte führten nach Angaben des Fondsmanagements zu einem Rückgang der Verkehrswerte einiger Fondsimmobilien. Darauf hin hätten einige Anleger ihr Engagement in dem Fonds reduziert bzw. ganz aufgegeben.

Ein weiteres Problem, dass den Fonds belastet, ist die gesetzlich zugelassene Fremdkapitalquote, die zum 1. Januar 2015 von 50 auf 30 Prozent gesenkt wird. Im Juli 2014 lag diese Quote beim UBS Euroinvest Immobilien noch bei rund 41 Prozent. Diese Faktoren seien auschlaggebend für die Entscheidung gewesen, die Anteilsrücknahme zum 4.Juli 2014 erneut auszusetzen.

Anleger, die über diese Entwicklung enttäuscht sind, müssen nicht tatenlos bleiben, sondern können auch Ansprüche auf Schadensersatz stellen. Im Zuge der Anlagevermittlung hätten sie über alle bestehenden Risiken im Zusammenhang mit ihrer Investition aufgeklärt werden müssen. Neben Schwankungen bei den Mieteinnahmen und Währungsrisiken gehört insbesondere die Möglichkeit der Aussetzung der Anteilsrücknahme zu diesen Risiken.  Denn ein Investitionsgrund für die Anleger war häufig auch die Verfügbarkeit des Geldes durch die Möglichkeit, die Anteile jederzeit wieder zurückgeben zu können. Bei Anteilen, die nach dem 21. Juli 2013 gezeichnet wurden, ist jedoch zu berücksichtigen, dass es eine Mindesthaltefrist von 24 Monaten gibt.

Der Bundesgerichtshof untermauerte den Grundsatz, dass Anleger über das Schließungsrisiko aufgeklärt werden müssen. Der BGH hat mit Urteil vom 29.04.2014 (Az. XI ZR 477/12 u.a.) entschieden, dass Banken Schadenersatz zahlen müssen, wenn sie bei Beratungen zu offenen Immobilienfonds verschweigen, dass die Fonds zeitweise geschlossen werden können und Anleger dann nicht an ihr Geld kommen. Diese Beratungspflicht gilt auch für Verträge, die bereits vor der Finanzkrise von 2008 geschlossen wurden.

Allerdings muss immer im Einzelfall geprüft werden, ob die Bank ihre Aufklärungspflicht verletzt hat und Schadensersatz geltend gemacht werden kann.

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